Der Break mit Extra Kofferraum-Volumen


Groß waren vor 35 Jahren die Erwartungen von Presse und Publikum, als Peugeot im November 1977 den 305 prĂ€sentierte. Das Design ĂŒberraschte, denn der Peugeot verzichtete bewusst auf das damals in den kleinen Klassen bereits populĂ€re SchrĂ€gheck. Stattdessen zeigte sich der 305 zeitlos als Stufenhecklimousine und klassischer Kombi, der traditionell die Bezeichnung Break trug.

Entworfen wurde das Design von Pininfarina in Kooperation mit dem Designzentrum von Peugeot. Heute noch sehen lassen kann sich die LadekapazitĂ€t des 305 Break. Er war fĂŒnf Zentimeter lĂ€nger als die Limousine und bot auf 4,28 Metern LĂ€nge ein maximales Kofferraumvolumen von 1510 Litern.
Bis 1989 liefen ĂŒber 1,9 Millionen Peugeot 305 mit seinerzeit modernen Benzin- und Dieselmotoren vom Band. Als sparsamer SelbstzĂŒnder war der leer nur 985 Kilogramm wiegende 305 einer der ersten Vertreter der damals neuen Kompaktklasse mit Vier-Liter-Verbrauchswerten. Mit der MarkteinfĂŒhrung des Peugeot 305 setzte sich der Siegeszug des Dieselmotors in den kleineren Fahrzeugklassen fort. Möglich machen dies die ersten leise laufenden, drehfreudigen und temperamentvollen SelbstzĂŒnder in kompakten Kombis und Limousinen, die zugleich neue Minimalwerte beim Kraftstoffkonsum bieten. MaßstĂ€be setzte vor allem ein 48 kW / 65 PS starker Diesel, mit dem sich der Peugeot 305 im Normzyklus bei 90 km/h mit 4,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer begnĂŒgte.
Noch sparsamer waren die Versuchsfahrzeuge VERA (VĂ©hicule Economique de Recherche AppliquĂ©e), die ab 1980 aus einem Forschungsauftrag der französischen Energiesparbehörde hervorgegangen waren. Der erste Prototyp fĂŒr das Pilotprojekt basierte auf dem Peugeot 305 GR. Die Ingenieure hatten dabei das Gewicht und den Luftwiderstand des Großserienmodells signifikant reduziert und das FĂŒnfgang-Schaltgetriebe mit einem lĂ€ngeren ÜbersetzungsverhĂ€ltnis ausgestattet.


In der Versuchsserie konnten Emissionen und Verbrauchswerte um 35 Prozent reduziert werden. FĂŒr die Dieselversion VERA 02 bedeutete dies 3,5 Liter auf 100 Kilometer im Normzyklus. Verschiedene Leichtbaumaterialien wie Stahlbleche mit hoher ElastizitĂ€tsgrenze, Leichtmetalllegierungen, Kunststoffe oder Glasfasern gingen bereits beim Peugeot 305 in Großserie, der im Laufe seiner 13-jĂ€hrigen Produktionszeit mehrere grĂŒndliche Modellpflegen erfĂ€hrt. Dazu zĂ€hlen auch aerodynamische Optimierungen wie große Radabdeckungen und ein Heckspoiler, die den Normverbrauch des sparsamsten Benziners um fast einen Liter auf damals beispielhafte 5,5 Liter pro 100 Kilometer senken.


1981 konzipierte Peugeot fĂŒr den Rallyesport eine Version des 305 mit V-Sechszylindermotor. Sie kam allerdings nie zum Einsatz, weil schließlich die Wahl auf den 1982 lancierten kleineren Peugeot 205 fiel, der als Rallye-Weltmeister Geschichte schrieb. Der 305 tat dies mit neuen Sicherheitstechniken. So ĂŒbernahm die Baureihe eine Vorreiterrolle beim serienmĂ€ĂŸigen Seitenaufprallschutz in der Kompaktklasse. Ein umfassendes System aus massiven seitlichen VerstĂ€rkungen ĂŒber fast die gesamte FahrzeuglĂ€nge schĂŒtzen die Passagiere des Peugeot 305. Noch mehr Sicherheit gewĂ€hrleisteten zusĂ€tzliche QuertrĂ€ger und QuerabstĂŒtzungen. Durch eine spezielle Gestaltung des Bugs wurden die Folgen einer FußgĂ€ngerkollisionen reduziert.