Derby Bentley mit Brockman Karosserie


Eng verknĂŒpft mit dem Namen Rolls-Royce sind Bentleys, die zwischen 1933 und 1940 im englischen Derby (East Midlands) produziert wurden, die sogenannte Derby Bentleys. Der Derby Bentley genießt alle Vorteile der QualitĂ€t der Rolls-Royce-Technik und zeitgleich die ZuverlĂ€ssigkeit und das sportliche Erbe von Bentley. So entstand der Werbespruch „The Silent Sports Car“ – wie es in der zeitgenössischen Verkaufsliteratur heißt.

1931 musste sich W. O. Bentley, GrĂŒnder von Bentley Motors Limited, nach knapp zehn Jahren, in denen von vier Basismodellen und zwei Varianten 3.051 Chassis gebaut worden waren, damit abfinden, dass seine Firma verkauft wurde. Über den British Central Equitable Trust Limited kaufte Rolls-Royce die Bentley Motors Limited und firmierte sie um in Bentley Motors 1931 Ltd. Mit der Übernahme sollte auch eine bedeutende Entwicklung eines neuen Modells entwickelt werden. Diese Fahrzeuge erhielten den Spitznamen „Derby Bentleys“, da sie in Derby produziert wurden.

Es wurden 2.422 Bentleys unter Rolls-Royce in Derby zwischen 1933 und 1940 gebaute. Diese Bentley-Fahrgestelle trugen Karosserien von ĂŒber 40 unabhĂ€ngigen Karosseriebauern aus Großbritannien und Europa. Man vermutet, dass etwa mehr als 1.800 dieser Fahrgestelle erhalten blieben.

Der erste Bentley, der unter Rolls-Royce hergestellt wurde, war (neben den kleineren 20/25 und 25/30 Fahrzeugen aus denen er entwickelt wurde) der Derby Bentley. Man modifizierte 25/30 Rolls Royce Motoren und setzte diese in die Bentley Chassis. Eine erhöhte Verdichtung, Bentley SU Doppelvergaser und eine sportliche Nockenwelle boten deutlich mehr Leistung, als die bisherigen kleineren Bentley Triebwerke. Durch eine grĂ¶ĂŸere Bohrung erhielt man sogar einen grĂ¶ĂŸeren Hubraum von 4 257 ccm.

Da das Fahrwerk hervorragende Fahreigenschaften, das Getriebe sich tadellos schalten ließ und die Bremsen sich als sehr sicher bewiesen, blieb man bei der bewĂ€hrten Bentley Technik. Die Synergien der beiden Firmen ermöglichte den perfekten Sportwagen. Da der Motor sehr laufruhig lief, nannte man die Derby Bentleys auch „The silent sportscar“ (der leise Sportwagen).
Viele der Fahrzeuge waren mit einer Park Ward Karosserie ausgestattet. Ein paar wenige Modelle erhielten auch eine sportlichere Karosserie, wie das hier gezeigte Modell mit einer Karosserie von Dick Brockman, South Stoke, Oxfordshire, England.