Die Geschichte der Golf Diesel Power


„Den konnte man richtig fliegen lassen“, resĂŒmiert Jochi Kleint, als er an seine Zeit mit dem VW-Flitzer denkt. Sogar die 944er-Modelle von Porsche hat er auf den Sonder-WertungsprĂŒfungen der „Monte“ eingeholt. Man kann die Zeiten damals als so etwas wie die Geburtsstunde der erfolgreichen Dieselrenner des Volkswagen-Konzerns sehen.

Denn letztlich war es die TDI-Technik, die den Rennsport in den folgenden Jahrzehnten revolutionieren sollte. Unvergessen ist der Dreifach-Triumph (2009 bis 2011) der Race Touareg bei der Rallye Dakar. UnzĂ€hlige Audi-Titel beim 24 Stundenrennen von Le Mans verdanken die IngolstĂ€dter ihrem Diesel-Konzept. Alle Siege wurden mit der aufgeladenen SelbstzĂŒnder-Technik eingefahren.

Seit dem Jahr 1982 gibt es den Golf GTD. Er ist seit 31 Jahren der Bruder des VW Golf GTI. Seine Initialen sind schon so etwas wie ein Synonym fĂŒr Dieselpower in der Kompaktklasse: GTD. In der ersten Generation sah er dem GTI Ă€ußerlich Ă€hnlich. Aber er hatte 70 Diesel-PS die von einem Turbolader aufgeladen wurden. Aufgrund des geringen Karosserie-Gewichts konnten mit dem GTD fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse respektable Fahrleistungen erzielt werden. Zum Vergleich: Der Saugdiesel-Motor im Golf jener Tage leistete lediglich 54 PS aus einem 1,6-Liter-Motor. Der GTD war eines der schnellsten Diesel-Fahrzeuge seiner Zeit. Freilich war der Rallye-Golf der ersten Generation auch noch kein GTD-Modell. Aber dafĂŒr lehrte Rallye-Ikone Jochi Kleint mit eben jenem Diesel-Renner der Konkurrenz auf der legendĂ€ren Rallye Monte Carlo das FĂŒrchten.