Event – Vom größten historischen Straßenrennen Amerikas


Für manche ist der Schenley Park „Amerikas coolster Stadtpark“ für andere die tollste Rennstrecke der Welt.

Mit 23 Kurven ist die 3,75 Kilometer lange Straße, die durch die riesige Grünfläche führt, ein ideales Revier für den größten historischen Renn-Event der USA: den Pittsburgh Vintage Grand Prix. Seit 1983 brausen einmal jährlich im Juli Oldtimer durch den Park, der mitten in der Millionenstadt liegt. Über eine Viertel Million Zuschauer säumen die Straßen des zehntägigen Super-Events. Ziel der Veranstaltung: Spenden sammeln.
Art McGovern und Mary Beth Gmitter hatten beim Anblick der kurvenreichen Parkstraße, die zündende Idee: Hier sollte die „Spielwiese“ für eine Rennveranstaltung von Weltklasse werden. Nicht ohne Hintergedanken, denn sie wollten zwei Hilfsprojekte – die Autism Society of Pittsburgh und die Allegheny Valley School, die sich um Behinderte kümmert – unterstützen.
Im April 1983 begannen schließlich die Planungen in einer Werkstadt und schon im selben Jahre kamen 75 Oldtimer und fuhren in fünf Rennen. „Wir würden lügen, wenn wir nicht auch von Problemen sprechen würden“, so die Organisatoren „Das Gebiet, indem gefahren wird ist von allen Seiten offen. Jogger durchstreifen den Park auf den stark verzweigten Fußwegen, so dass es eine große Herausforderung für unsere freiwilligen Sicherheitshelfer ist.“ Kein Wunder also, dass mehr als 1200 freiwillige Helfer für das Gelingen der Veranstaltung notwendig sind.


1984 gab es zum Rennen mit den inzwischen 150 Oldtimern außerdem eine Autoshow, 1985 kamen schon 40.000 Zuschauer aus ganz Nordamerika und auch einige aus Europa. 1987 sprach man bereits von einer „Renn-Woche“, die mit einer Kick-off-Rallye am vorangehenden Sonntag gestartet wurde. 1000 Helfer waren damals schon im Einsatz und viele halten der Veranstaltung bis heute die Treue.
1989 wurde die Veranstaltung um eine feine Gala-Veranstaltung mit Abendroben erweitert und im Jahr 2001 gab es noch für Zweiradfans einen Thunder Run Motorrad-Event.
Mit dem wachsenden Interesse der Öffentlichkeit meldeten sich auch die ersten großen Partner. Buick war ab 1996 Presenting Sponsor. Der Konzern brachte die ersten neuen Modelle und Concept Cars und festigte so das Ansehen in weiten Teilen der Automobilindustrie. Indy 500 Fahrzeuge, Ferrari Museums-Fahrzeuge und Le Mans Boliden gaben sich die Ehre in den Folgejahren. Porsche, Mercedes, Mini und Jaguar folgten. Im Jahr 2013 konnten die Organisatoren stolz auf die Summe von 3,5 Millionen US-Dollar gesammelter Spendengelder blicken.