Fiat 500 Spiaggia


Ein im italienischen mit „spiaggina“ oder „Spiaggia“ bezeichnetes Fahrzeug, ist ein Automobil, das vor allem fĂŒr FreizeitaktivitĂ€ten im Sommer umgebaut wurde. Der Name „spiaggina“ bezieht sich vor allem auf die KlappliegestĂŒhle in den italienischen Badeanstalten und wurde von der damaligen Presse fĂŒr die umgebauten Spaßmobile verwendet. Denn ein auffĂ€lliges Merkmal dieser „Spiaggia“ Fahrzeuge sind das fehlende Dach und die offenen Einstiege anstelle der TĂŒren. Die Innenausstattung ist komplett wasserfest gestaltet.

Das erste Fahrzeug dieses Typs war der hier gezeigte Fiat 500 Umbau, der 1958 bei der Karosseriefirma Boano vorgenommen wurde. Mario Felice Buano hatte ursprĂŒnglich bei Stabilimente Farina in Turin gearbeitet. 1930 wechselte er zu Pininfarina. 1954 grĂŒndete Mario Felice Buano zusammen mit seinem Sohn Gian Paolo Buano, der zuvor bei Ghia gearbeitet hatte, die Firma Carozzeria Boano. Bedeutende Karosserien entstanden in dem Karosseriewerk in Turin, wie zum Bespiel der Formschöne Ferrari 250GT Buano. 1957 wechselte Mario Buano zu Fiat und wurde dort Leiter des Fiat Cento Stile.

In dieser Zeit entstanden auch 1958 die beiden Fiat 500 Spiaggia mit Buano Karosserie, die durch ihre Erstbesitzer in der Presse Furore machten. Denn die beiden Strandfahrzeuge gehörten Aristoteles Onassis und das hier gezeigte noch komplett original erhaltene Fahrzeug Gianni Agnelli, der das Fahrzeug bis 1973 fuhr. Fotos der Besitzer mit ihren Fahrzeugen gingen um die ganze Welt.

Als Basis der Siaggia Modelle dient das Fahrwerk des Fiat 500. Die flache maritim wirkende Karosserie ist aus Aluminium geformt und mit Holz-Zierteilen verleidet. Rattan Sitze im Innenraum dienen der WitterungsbestÀndigkeit.