Fun-Fahrzeug: Suzuki Go


Designer Bertone arbeitete hauptsĂ€chlich fĂŒr europĂ€ische Automobilhersteller. Aber er machte auch einen Ausflug Richtung Asien. Es sollte ein Prototypen werden, der dem amerikanischen Buggy von Myers Manx (basierend auf einem Volkswagen KĂ€fer) entgegenstehen konnte. Ein Fun-Mobil sollte es also sein. Bertone schwebte ein amphibisches Fahrzeug vor, das auf jeden Fall Off-Road geeignet sein sollte. Es entstand der Suzuki Go, der 1972 debĂŒtierte.

Angetrieben wurde der Go von einem 750er Suzuki Motor, der hinter dem Fahrer auf einem nach oben offenen „Bett“ montiert war. Hinter dem Beifahrer wurde Platz fĂŒr den KĂŒhler und fĂŒr das GepĂ€ck geschaffen. Eine kleine Windschutzscheibe sollte die FahrgĂ€ste schĂŒtzen. Besonders spannend fĂŒr Off-Road-Aktivisten sollte der Motor – mit fĂŒnf VorwĂ€rtsgĂ€ngen und fĂŒnf RĂŒckwĂ€rtsgĂ€ngen sein. Bertone hatte eigens ein Getriebe entworfen, das die Kraft des Motors auf die RĂ€der ĂŒbertrug. Die gelĂ€ndegĂ€ngige RadaufhĂ€ngung erlaubten bei grĂ¶ĂŸter Bodenfreiheit den Wechsel von der Straße ins Wasser (auch an einen Außenbordmotor hatte man gedacht) und wieder zurĂŒck aufs Land.

Dieses ideale Strand- oder Schneefahrzeug, den Suzuki Go, hĂ€tte es nach dem BrĂŒsseler Autosalon geben können. Doch es war leider nur ein Konzeptfahrzeug, das nie zur Serienreife gelangte. Inspiriert waren die Bertone-Designer vom Zodiac Dinghi, einem Boot, das sich seinerzeit zu Tausenden verkaufte. Heute soll sich der Oldtimer-Prototyp in der Bertone-Sammlung des ASI (Automoto Storico Italiano) befinden.