Glitzernder Kunst-Käfer „Vochol“ in der Autostadt


Über und über mit Perlen besetzt ist ein Volkswagen Käfer, der zur Zeit (und noch bis zum 5. Januar) in der Autostadt Wolfsburg zu sehen ist. An der Glasvitrine, in der das feine Stück auf dem Parkplatz des ServiceHaus zu sehen ist, drücken sich nicht nur kleine Mädchen die Nase platt.

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Der farbenprächtige Käfer stammt aus Mexiko und wurde dort im Stil der Indianer aus dem Sierra Madre Oriental kunstvoll verziert. Davon leitet sich auch der Name ‚Vochol‘ ab, denn Vocho ist der mexikanische Name für Käfer und Huichol ist der Name dieser mexikanischen Ur-Bevölkerungsgruppe. Über zwei Millionen – genau 2.277.000 Glasperlen – wurden in mehr als 9000 Arbeitsstunden aufgebracht. Sechzehn Kilo Harz und Wollfäden waren nötig, damit die Perlen auf den Flächen kleben blieben. Über die Gewichtszunahme des Käfers durch die Verzierung kann nur spekuliert werden.

Nach seiner Premiere im Museo de Arte Popular 2010 trat der Käfer die Weltreise an. Von Wolfsburg aus wird der ‚Vochol‘ noch Station in Frankfurt und Brüssel machen, bevor er versteigert wird. Der Erlös kommt dem freundeskreis des Museo de Arte Popular zu Gute, der sich für die Erhaltung der Kunst der mexikanischen Indios einsetzt. Flankiert wird ‚Vochol‘ vom Weltmeisterkäfer von 1972 und dem Mexiko-Käfer aus der ZeitHaus-Sammlung.