Highlights der Retro Classics


Auf dem MessegelĂ€nde in Stuttgart fand die 18. RETRO Classics am vergangenen Wochenende statt. 140 000 Quadratmeter waren auf der Messe fĂŒr die Leidenschaft rund ums Automobil reserviert.

Erste KaufgelĂŒste weckten die Klassiker, die auf dem FreigelĂ€nde auf neue Besitzer warteten. Beeindruckend und beinahe artistisch muteten die Demonstrationsfahrten von Unimog an.
In der Premiumhalle 1 waren in diesem Jahr viele neue Namen neben den bekannten Großen der Branche zu finden. Durch die neue große Messehalle 10 war Bewegung in die bisher scheinbar fest verankerten StammplĂ€tze gekommen.
Das absolute Highlight der diesjÀhrigen RETRO Classics war die Sonderausstellung der Sammlung von Saulus Karosus. 60 Oldtimer von klitzeklein bis Staatskarosse zeigten die verschiedenen Leidenschaften des litauischen Unternehmers. Es reihte sich ein Erdmann & Rossi karossiertes Fahrzeug neben dem Anderen. Sicherlich waren auf einer Messe noch nie so viele Exemplare in einer Reihe zu sehen. Beim Anblick der aufgereihten Luxuskarossen kamen so einige Besucher der Messe ins Staunen.
Im Atrium der Messe Stuttgart prĂ€sentierte das MAC Museum Art und Cars aus Singen einen Querschnitt der bisherigen und aktuellen Ausstellungen, in der Kunst mit dem Automobil in Szene gesetzt werden. FĂŒr die Beucher war der Mercedes Benz C111 und der von Andy Warhol bemalte BMW M1 ein beliebtes Fotomotiv. In bester Gesellschaft befand sich demnach das jĂŒngste Art Car „Gillchilla“, das der PopArt KĂŒnstler James Francis Gill erst wenige Tage vor der Messe signiert hatte.
In der Porschehalle wurde das JubilĂ€um 70 Jahre Porsche Sportwagen gefeiert. Gezeigt wurde unter anderem ein sehr frĂŒher Porsche 356 „Knickscheibe“ und der Porsche 961 der 1968 in Le Mans zum Einsatz kam. Gleichzeitig drĂ€ngten sich die Zuschauer bei der Autogrammstunde der Legenden Walter Röhrl und Hans Herrmann.
BMW feierte das 40. JubilĂ€um des BMW M1. Gleich mehrere Exemplare der keilförmigen Sport- und Rennwagen waren auf der Messe zu sehen. Darunter auch der vermutlich einzige ĂŒberlebende Prototyp, der Mitte der siebziger Jahre bei Lamborghini gebaut wurde. In vorderster Reihe war der BMW M1 Schnitzer Turbo zu sehen. 1980 startete der mit einer Landkarte bemalte BMW M1 beim 24 Stunden Rennen in der IMSA Klasse.
In Trauben strömten die Besucher in die Halle der Giganten, in der Ackermaschinen von vorgestern, gestern und heute sogar die Motoren anwarfen und einen Schaulauf wagten. Manche der Landmaschine waren so riesig, dass die Besucher daneben regelrecht winzig aussahen.
Auch die Tuningfirma Irmscher hatte ihr 50. JubilÀum zu feiern. Auf dem Stand waren unter anderem historische Rennwagen, wie der Opel GT, ein Opel Commodore GS/E aber auch der von Irmscher gebaute Roadster zu sehen.
Die Italienhalle hatte eine Vielzahl von HĂ€ndlern, Museen, Messen und Lifestyle-Anbietern ĂŒber die Alpen ins schwĂ€bische Stuttgart gelockt. In einer großen Ausstellung zeigte der AMSC Leonberg. Die große Kollektion an historischen Zweirad-Rennmaschinen – viele von Ihnen mit italienischen Genen. Darunter Ducati, Aermacchi Harley Davidson, Sertum, Monte Comet, Gilera oder auch Morini.
Auf der Empore der Halle 1 blĂŒhte der Privatverkauf. Wie in einem Bienenstock brummte es in der Halle der privaten und KleinverkĂ€ufer. Als besonderen Service konnten hier Fahrzeuge gleich zugelassen werden.
Edlen Glanz vergangener Tage prĂ€sentierte der Verein RetroClassicCultur e.V. mit Fahrzeugen aus der Messing Ära. Die gezeigten Fahrzeuge sind Beispiele der damaligen Handwerkskunst. Darunter auch ein sehr frĂŒher Ford Model T Touring von 1912.
Unter den ausgestellten Fahrzeugen bei den HÀndlern und Clubs waren auch einige echte RaritÀten zu entdecken. Darunter der US amerikanische Woodill Wildfire, dem allerersten Serienfahrzeug mit Kunststoff Karosserie. Ebenfalls mit einer Kunststoff Karosserie prÀsentierte sich der Colani GT auf der Basis eines Volkswagens. Eines von zwei gebauten Exemplaren war der Ford Comet als Cabriolet.
Echte RaritĂ€ten zeigte auch Chromecars an ihrem Stand. Darunter die achttĂŒrige Limousine Packard Henney 160 Super 8 von 1940, der allererste Kompressor getriebene BMW KR6 von 1934, der Brabham BT23-5 Rennwagen von Jochen Rindt und ein absolut original erhaltener Porsche 911 Targa S „Soft Window“ von 1967.
Auffallend groß ist die Vielfalt der Fach-Restauratoren, die sich in Halle 3 mit namhaften HĂ€ndlern dem Publikum zeigten. Motoren-Spezialisten und Sattlerbetriebe. Auch Zubehör fĂŒr Werkstatt und Reparatur, Maschinen und Technik war im Angebot.
Eine Besonderheit der Retro Classics sind die Sammlerfahrzeuge von Morgen, die von Retro Classics sogenannten NeoClassic. Hier sammelte sich auf der Messe alles, was kĂŒnftig auch zu einem Klassiker wird. Luxus Limousinen, Sportwagen wie der nur 10 mal gebaute Aston Martin Vantage und auch Rennwagen.
Mit viel Liebe zum Detail prĂ€sentierten sich die Clubs auf der RETRO Classics. FĂŒr viele Vereinigungen ist die Messe auch Gelegenheit fĂŒr den Meinungsaustausch, um neue Kontakte anzubahnen und Gemeinsamkeiten zu finden.
Mit einer beeindruckenden Sonderschau von imposanten Hispano Suiza Oldtimern stimmte RETRO Promotion auf die kommenden Sommerveranstaltungen RETRO Classics meets Barock und den Concours auf Schloss Dennenlohe und die Ausfahrten ein.

„Trotz einer TerminĂŒberschneidung durch Baumaßnahmen, die thematisch Ă€hnliche Veranstaltung in Essen zur Verlegung auf den RETRO-Termin gezwungen hatte, waren kaum Einbussen in den Besucherzahlen zu vermelden“, so Karl Ulrich Herrmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer und GrĂŒnder der RETRO Classics. Durch die Drehkreuze der ZĂ€hlanlagen kamen wĂ€hrend der RETRO Classics 78.000 Besucher. Die nĂ€chste RETRO Classics findet vom 7. bis 10. MĂ€rz 2019 statt.