Hochzeitsantrag im Oldtimer


Als der Amerikaner Dean Sparks aus Corydin, Indianapolis, den alten verrosteten Chevy Bel-Air bei einer Auktion in Nebraska ersteigerte, konnte er noch nicht ahnen, dass der Wagen einmal viel mehr wert sein sollte, als das, was er einmal dafĂŒr bezahlt hatte.

„Warum auch immer, dieser Wagen war mir aufgefallen“, erzĂ€hlte der 43-JĂ€hrige GoogMorningAmerica.com. Der Oldtimer aus dem Jahr 1959 hatte keine Besonderheiten aufzuweisen, aber Dean Sparks kaufte ihn und schleppte ihn 1300 Kilometer bis nach Hause.
Als er begann den Wagen auseinanderzunehmen entdeckte er alles Mögliche. Antike Ersatzreifen und Herrenschuhe und im Kofferraum war sogar noch ein alter Kindersitz. Je mehr er ausrĂ€umte umso interessanter wurde es. Schließlich fiel ihm ein Briefumschlag unter dem Fahrersitz in die HĂ€nde. Vom Wasser aufgewellt, aber lesbar. „An Ronnie Waterbury in Pierce, Nebraska“ stand da zu lesen. Der Nachname war nicht mehr zu entziffern, denn der Brief war von MĂ€usen angeknabbert worden. Vorsichtig entnahm er den inzwischen hauchdĂŒnnen Brief. Das Datum zeigte den 7. Februar 1963. „Ich vermisse dich, ich wĂŒnschte du könntest mehr schreiben, aber ich weiß, dass du sehr beschĂ€ftigt bist“ lauteten die Worte. Und dann die letzte unterstrichene Zeile „Lass und heiraten.“ Unterschrieben hatte den Brief eine junge Frau namens Beverly Barber.

Durch ein Internet Video auf Youtube ĂŒber die Auktion der Lambrecht Chevrolet Sammlung auf einer Farm on Pierce Nebraska (Classic-Car.TV berichtete im Januar 2014 ) fand Dean Sparks schließlich zufĂ€llig den Sohn Wade Waterbury. „Ich rief ihn an,“ berichtet Sparks „und erzĂ€hlte ihm, dass ich wahrscheinlich den Wagen seines Dads gekauft hatte. Und sie werden nicht glauben, was ich unter dem Vordersitz gefunden habe: einen Brief ihrer Mutter an ihren Vater bevor sie geheiratet haben.“
Es entstand eine lange Pause am anderen Ende der Leitung. Eade Waterbury erinnert sich: „Ich war so ĂŒberrascht und gerĂŒhrt, dass ich erst einmal sprachlos war. Ich hatte inzwischen beide Elternteile verloren und es bedeutet mir unheimlich viel, dass Dean sich die MĂŒhe gemacht hat, diesen Brief an unsere Familie zurĂŒckzugeben. Wenn die Eltern verstorben sind, denken wir manchmal „Ach hĂ€tte ich noch diese oder jene Gelegenheit gehabt“. FĂŒr mich war der Anruf von Dean Sparks genau solche ein Geschenk.“

Foto: Wade Waterbury