Im 2CV Oldtimer um die Welt


Wer hunderte Meilen nördlich des Polarkreises unterwegs ist, fĂ€hrt in der Regel schwere LKWs, Unimog oder einen voll Winter tauglich ausgestatteten Camper. Ein Citroen 2 CV Baujahr 1985 ist da schon eine komplette Sensation. Chinesische Schriftzeichen, die Flagge von Großbritannien und im Inneren ein Kindersitz – das RĂ€tsel ist perfekt …

Es handelt sich dabei um das fahrende Zuhause von Familie Luo. Seit zwei Jahren sind die drei in ihrer Ente unterwegs. Von Großbritannien ĂŒber Kroatien ins Baltikum, weiter nach Finnland, Slowakei, Russland in die Mongolei, China, USA, Kanada und nach Alaksa und die Northern Territories in die Antarktis.

Das Team: Vater Chang Luo (restaurierte die Ente auch selbst und kennt jedes Detail), Mutter Jie Ding und die derzeit vierjĂ€hrige Yuding. Was daran so reizvoll ist beschreibt der Ingenieur (Spezialist fĂŒr Entwicklung von elektronischen Steuerungsmodulen in Automobilanwendungen) so: „Der 2CV hat keinerlei elektronische Komponenten. Vielleicht ist das fĂŒr mich einfach eine Arbeitspause – aber ich finde das Ă€ußerst charmant. Wir haben den Wagen im Dezember 2014 gekauft und als Alltagsfahrzeug benutzt.“ Hier bestĂ€tigt sich die GenialitĂ€t der Einfachheit des 2 CV, der ĂŒber fĂŒnf Millionen Mal gebaut wurde in den 42 Jahren seiner Produktionszeit.

Chang Luo war ĂŒberrascht, dass er in allen Ecken der Welt Fans des Citroen 2CV gefunden hat und auch Clubs. „Die Fans waren ein wichtiger Teil unserer Reise“, erzĂ€hlt er „wenn nicht sogar das Highlight. Sie waren unsere Gastgeber von Russland bis Seattle. Wo wir auftauchten wollten alle mit dem Dux Chevaux ein Foto machen.“

25.000 Meilen legten die Drei in ihrem 2 CV zurĂŒck. Technische Probleme gabn es kaum – außer einem Austausch von Ersatzteilen aus Kunststoff und eine Reparatur der MontagebĂŒgel in der Mongolei.

Die Aktion von Familie Chuang Luo soll Geldspenden fĂŒr die Ausbildung von behinderten Kindern in China zusammenbringen. DafĂŒr bloggt und schreibt Chang Luo ĂŒber seine Erlebnisse unterwegs. Am Ende weiterer zwei Jahre wollen sie die 50.000 Meilen Marke ĂŒberschritten haben. „Vielleicht werden wir als nĂ€chstes Afrika entdecken“ sagt er – aber jetzt sind sie erst einmal auf dem Weg nach Argentinien.

Fotos: Chang Luo

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