In Memoriam: Phil Remington


Die amerikanische Automobil Szene trauert um einen der wichtigsten Fahrzeug-Bauer der Automobilgeschichte, der Mitte Februar im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Phil Remington war einer der wirklichen Hot-Rod Pioniere der 50er Jahre und ein wahrer KĂŒnstler wenn es um die Modifizierungen diverser Ford Modelle ging. Die Höhepunkte seiner Karriere sind aber ganz sicher seine Arbeiten bei der Entwicklung der Shelby Cobra und beim Ford GT40. Carol Shelby betonte in Interviews immer wieder, dass die leistungsstarken Shelby Cobras ohne Phil Remington nie entstanden wĂ€ren.
WĂ€hrend des 2. Weltkriegs arbeitete Remington als Flugzeug-Mechaniker im SĂŒd-Pazifik. Nach seiner RĂŒckkehr nach Kalifornien, wo er bis zu seinem Tod lebte, begann er auf der Basis eines Ford A Models, ausgestattet mit einem V8-Flathead, Rennen zu fahren. Remington stellte auf dem Salzsee El Mirage einen Klassen Rekord von 136 mph (~ 217 km/h) auf. Nach einem schweren Motorrad-Unfall besann sich Remington auf sein Talent als Fahrzeug-Bauer.

Er konstruierte einen Indy-Rennwagen fĂŒr einen amerikanischen MillionĂ€r, entwickelte Einspritzanlgen und Einlass-KrĂŒmmer und schloss sich schließlich dem Team von Lance Reventlow an. Reventlow, ein leidenschaftlicher Rennfahrer, war auch der GrĂŒnder der Scarab Rennserie, einzig fĂŒr Rennboliden die mit einem Chevrolet Motor ausgestattet waren. Remington entwickelte fortan Scarab und F1 Rennfahrzeuge. Ab 1968 unterstĂŒtzte Remington das Team von Dan GurneyÂŽs All American Racers wo er fĂŒr 45 Jahre sein Können und Wissen unter Beweis stellte. Zum Höhepunkt dieser Zeit gehören das Mitwirken an der Entwicklung des Ford GT40 und des AAR Eagle Indycars, mit dem 1975 das Indy 500 Rennen siegreich beendet wurde.