KitzbĂŒheler Alpenrallye: Traditionell atemberaubend


Die 31. KitzbĂŒheler Alpenrallye hatte alles zu bieten, was das Oldtimerherz begehrt: Atemberaubende Fahrzeuge, spannende Wettbewerbe, tolle Strecken, begeisterte Zuschauer – und dazu neue Sieger. 2018 standen wieder viele neue Routen entlang der bekanntesten Alpengebirge in Tirol und Salzburg auf dem Programm: Wilder Kaiser, Loferer Steinberge, Hochkönig, Hohe Tauern, Rofan und KitzbĂŒheler Alpen boten eindrucksvolle Blicke auf die Bergwelt der Alpen – in Summe standen rund 560 fordernde Kilometer im Roadbook. Einer der Höhepunkte war der erstmalige Besuch der Alpenrallye im Gasteinertal mit einer Runde durch den alten kaiserlichen Kurort Bad Gastein. Eine Prachtkulisse, wie geschaffen fĂŒr eine Zeitreise mit klassischen Automobilen. Viele schöne Blicke auf die Tiroler FrĂŒhsommerlandschaft und die eindrucksvolle Bergwelt erlaubte die abschließende Samstag-Etappe durch das Tiroler Unterland mit einem Abstecher in das romantische Brandenbergtal und den Kaiserwinkl.

Das große Finale war die Zieleinfahrt mit der Fahrzeugparade in der KitzbĂŒheler Innenstadt, bei der sich wieder Tausende Zuschauer vom Oldtimerfieber anstecken ließen und den 169 Teams zum Abschluss der Rallye 2018 den verdienten Applaus schenkten.

Abwechslungsreich prĂ€sentierte sich das Starterfeld: Von atemberaubenden Vorkriegsklassikern, wie dem Ă€ltesten Fahrzeug, einem Bentley 3 Litre Speed Model aus 1923, ĂŒber elegante SportcoupĂ©s und Limousinen der FĂŒnfziger und Sechziger Jahre, rassigen Sportwagen und RaritĂ€ten jĂŒngeren Datums – die Rallye war ein eindrucksvolle Leistungsschau der Automobilgeschichte aus sechs Jahrzehnten. Allein Bentley war mit nicht weniger als 20 kostbaren Vorkriegsklassikern im Starterfeld vertreten. Der Anteil der Vorkriegsfahrzeuge war diesmal besonders groß: 29 offene Rennsportwagen der 20er und 30er Jahre sorgten fĂŒr viel Applaus beim Publikum – fĂŒr sie sind die rund 560 Kilometer ĂŒber die teils sehr anspruchsvollen Alpenstraßen eine besondere Herausforderung.

Knuth Hennecke und Copilot Patrick Weber aus Neustadt (D) auf Triumph TR4 (1966) sicherten sich nach drei Tagesetappen, 560 fordernden Kilometern und ĂŒber 20 Wertungen ĂŒberlegen die Sport Trophy und damit erstmals die Gesamtwertung der 31. KitzbĂŒheler Alpenrallye. Platz zwei ging an Schorsch Memminger und Christoph Wellmann (GrĂŒnwald, D, VW BrezelkĂ€fer, 1951) vor Alexander Linz mit Michaela Benaus (Mauerbach, A, Alfa Romeo Giulia, 1972).

Der Sieg in der Classic Trophy ging an Kurt Steinhausen und Sonja Ackermann aus NĂŒrnbrecht (D) auf Mercedes-Benz 350 SL (1972) vor Werner Reifferscheid / Werner Michael Grotzki (DĂŒren, D) Mercedes-Benz 300 SL Roadster 1958 und Wilhelm und Silke Middelberg (Glandorf, D) auf Ferrari 330 GT 2+2 1964.

Der Jurypreis fĂŒr die schönsten Fahrzeuge im Starterfeld ging bei den Vorkriegsmodellen an Carl-Peter Forster (MĂŒnchen, Beifahrer Didi Forster) fĂŒr seinen herrlichen BMW 328, Baujahr 1939, die Auszeichnung fĂŒr das schönste Nachkriegsauto erhielt Dr. Cornelia Stalker (Oberreichenbach, D, Beifahrer Robin Stalker) fĂŒr ihren Mercedes-Benz 190 SL (1962).

 

Sport Trophy = GESAMTWERTUNG
1. 45 Henneke Knuth, Patrick Weber D Triumph TR 4 IRS 1966
2. 16 Memminger Schorsch, Christoph Wellmann D Volkswagen BrezelkÀfer 1951
3. 54 Linz Alexander, Michaela Beznaus A Alfa Romeo Giulia 1972

Classic Trophy
1. 207 Steinhausen Kurt, Sonja Ackermann D Mercedes-Benz 107 1972
2. 162 Reifferscheidt Werner, Michael Grotzki D Mercedes-Benz 300 SL Roadster 1958
3. 178 Middelberg Wilhelm, Silke Middelberg D Ferrari 330 GT 2+2 1964

Bergwertung (Sepp-Greger-Pokal)
1. 45 Henneke Knuth, Patrick Weber D Triumph TR 4 IRS 1966