Ladenburger Museums-Tage


Zwei Tage lang wurde bei den Ladenburger Museums-Tagen am vergangenen Wochenende unter der alten Benz-Kastanie gefeiert. Rund 1000 Besucher waren bei strahlendem Sonnenschein dabei.
Schon am Samstag starteten 38 Oldtimer zur „Carl Benz Classic“-Fahrt unter dem Motto „Bayern erfahren“. In diesem Jahr ging die Fahrt ĂŒber Wald-Michelbach, Reichelsheim, Beerfelden, durch den Odenwald, bis nach Amorbach.

Gegen 16:00 Uhr kehrten die ersten Fahrzeuge zurĂŒck, um mit einem ganz speziellen „Torwandschießen“ die letzte Aufgabe fĂŒr die PokalĂŒbergabe zu lösen.

Die Museumsbesucher hatten an diesem Tag gleich zwei Attraktionen zu bestaunen: das rollende Museum auf dem Parkplatz und die Fahrzeuge im Museum. Als am Abend im Osten die Sonne unterging und die Temperaturen auf gewohntes Niveau sanken, hatte die Eventtruppe des Museums eine stimmungsvolle Szene unter der alten Kastanie aufgebaut. Die Kastanie hat eine ganz besondere Bedeutung. Es ist ĂŒberliefert, dass Bertha Benz im Jahr 1906, als die Benz-Fabrik in Ladenburg eröffnet wurde, ein kleines Kastanien-BĂ€umchen gepflanzt hatte. Aus diesem BĂ€umchen wurde einer der höchsten und schönsten BĂ€ume von Ladenburg, der inzwischen sogar unter Naturschutz steht.

Es wurde ein schöner stimmungsvoller Abend fĂŒr alle Teilnehmer und fĂŒr alle, die mitgeholfen hatten, die Ausfahrt und den Abend vorzubereiten.

Auch am Sonntag hatten nur Oldtimer Zufahrt auf den Museums-Parkplatz und dieser Parkplatz war bereits belegt, noch bevor das Museumsfest begonnen hatte. Cb events+catering hatte wieder alle Köstlichkeiten aus KĂŒche und Keller vorbereitet. Rund Tausend Besucher nutzten die Gelegenheit die Geschichte der MobilitĂ€t hautnah zu erleben.

Stefan Krauß war eigens aus Kemnath angereist und hatte seinen Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 mitgebracht. Nostalgisch und im Stil der damaligen Zeit gekleidet, erklĂ€rte er immer wieder die Funktion des ersten pferdelosen Wagens der Welt. Manche Besucher hatten sogar das GlĂŒck eine Ehrenrunde mit „Herrn Benz“ auf seinem Motorwagen zu drehen. Komplettiert wurden die Mannheimer Erfindungen durch die „Laufmaschine“ des Karlsruhers Karl Friedrich Drais von Sauerbronn. Saara Morsch hatte einen Nachbau dieses hölzernen GefĂ€hrtes mitgebracht mit dem Drais am 12. Juni 1817 zum ersten Mal durch Mannheim strampelte. Es war die Geburtsstunde des Fahrrades.

Wesentlich moderner gestalteten die Studenten der Hochschule Mannheim Ihren Auftritt anlĂ€sslich der Ladenburger Museumstage. Das Delta-Racing-Team der Hochschule hatte einen Ihrer Rennboliden, mit denen sonst um internationale Meisterschaften gefahren wird, zum Rennsimulator umgebaut. Hier konnten Kinder und Jugendliche im Cockpit Platz nehmen und das Steuer selbst in die Hand nehmen. Über Bildschirme wurden Sie dabei auf die Rennstrecke geschickt.

Auf dem Parkplatz wechselten stĂ€ndig die historischen Fahrzeuge. Besondere Aufmerksamkeit bekamen dabei die beiden Oldtimer des Mercedes Benz Veteranen Clubs Rhein Neckar. Hier hatten die Besucher Gelegenheit gegen eine kleine Spende, die natĂŒrlich einen gemeinnĂŒtzigen Zweck zugefĂŒhrt wird, eine Rundfahrt auf dem Beifahrersitz eines Oldtimers zu genießen.
Und als die Sonne wieder hinter der alten Kastanie verschwand, gingen auch die Ladenburger Oldtimer Tage zu Ende und viele versprachen sich schon jetzt beim nÀchsten Mal wieder dabei zu sein.