MAC Museum Art & Cars: Mit PS in die Freiheit


Es gibt Klischees, die sich scheinbar ewig halten. Zum Beispiel das, dass Frauen und Autos nicht zusammen gehören. Im MAC Museum Art & Cars in Singen am Bodensee widmet sich die neue Ausstellung dem Thema „Starke Frauen“ und starken Automobilen.

Obwohl die Geschichte des ersten Autofahrt von Bertha Benz dem Automobil erst den nötigen Drive gab, ClĂ€renore Stinnes im Auto die Welt umrundete oder Louise Sarazin eine erfolgreiche AutohĂ€ndlerin war – das Automobil galt als MĂ€nnderdomaine.

Im Foyer des Museums begrĂŒĂŸt die Besucher der dreisitzige Benz Patent-Motorwagen, noch bevor man den ersten großen Raum des Museums betritt.

Aus den 1950er Jahren stammt (zu sehen im Raum 1) der Citroen 5HP, wendig und ohne Schnickschnack. Einfach pures Autofahren. Die KĂŒnstlerin Tamara de Lempicka – sie galt als Diva – fuhr den kleinen praktischen Wagen. Ganz im Gegensatz dazu steht der schwere Rolls-Royce Phantom 1 Brewster Derby aus dem Jahr 1928. Die zierliche Emily als KĂŒhlerfigur bahnt dem schweren „Schiff“ den Weg. Ein Frauenauto? Das ist der Bugatti Typ 35 A, Baujahr 1926 – ein edler Sportwagen, den Prinzessin de Ligne von Belgien chauffierte.

Das MAC Museum Art & Cars verfĂŒgt ĂŒber einen Dunkelraum. Hier werden zwei besondere Art Cars prĂ€sentiert. Das BMW Art-Car von Jenny Holzer ist ein BMW V12 Le Mans Rennwagen.

Die Schweizer KĂŒnstlerin Corinne Sutter zauberte den BMW i8 in ein einziges Lichtspektakel – nur im Dunkelraum und unter Schwarzlicht sind diese Werke zu sehen.

Vanina Ickx, Rennfahrerin und Tochter des sechsfachen Le Mans-Siegers Jacky Ickx fuhr den Porsche 911S, der im Spiegelsaal ausgestellt ist. ZeitgemĂ€ĂŸ passende Plakate und Werbekampagnen schmĂŒcken die WĂ€nde.

Frauen und MotorrÀder, das war zu Beginn der MobilitÀt noch seltener. Doch: Frauen fuhren sogar Motorrad-Rennen wie der Zuschauer beim Boxenstopp bei einer BMW R47 von 1928 und einer MV Agusta, Baujahr 1956 entdecken kann.

Zum Thema „Starke Frauen“ sind im Museum auch Werke der KĂŒnstlerin Nina Nolte zu sehen. Faszinierend ist zum Beispiel die Oldtimer-Fahrerin mit dem gelben Schal auf dem Werk „I’ll remember April“ aus dem Jahr 2013. Weitere GemĂ€lde – auch aus der Sammlung der SĂŒdwestdeutschen Kunststiftung zum Thema „Frauen in der Kunst“ sind ebenfalls zu sehen, neben Kunstwerken von Peter Philipps, Werner Eisele und Dan Pyle.
https://www.museum-art-cars.com