Maserati & Ferrari – ein Herz und eine Seele


Einst Rivalen der Rennstrecke und jetzt? Friedlich vereint prĂ€sentiert das wohl schönste Automobil-Museum ĂŒberhaupt ‚The great Challenges: Ferrari – Maserati‘. 18 atemberaubenden Oldtimern aus den Manufakturen von Modena werden jetzt im Casa Enzo Ferrari gezeigt.


Sehen Sie hier das exklusive Video ĂŒber die Oldtimer Ausstellung Ferrari & Maserati Challenge im Casa Enzo Ferrari.

Die neue Ausstellung vereint die einstigen Rivalen unter der Flagge von Modena, dem Herz der italienischen Automobil-Leidenschaft.

Die Wurzeln des Duells reichen zurĂŒck bis ins Jahr 1926, als das Rennteam von Alfa Romeo von Enzo Ferrari betreut wurde. Nur ein paar Jahre zuvor war Maserati in Bologna gegrĂŒndet worden. Adolfo Orsi hatte Maserati im Jahr 1938 ĂŒbernommen und den Umzug nach Modena veranlasst.

Sechs Monate lang werden die unbezahlbar kostbaren Klassiker, die aus der ganzen Welt fĂŒr diese Ausstellung im Museum zusammengetragen wurden, zu sehen sein. Zu den Highlights zĂ€hlen ein Ferrari 340MM und ein 500 TRC neben dem berĂŒhmten Maserati 250F, Tipo 63 „Birdcage“ und A6 GCS/53.

Als einer der berĂŒhmtesten Grand Prix Fahrzeuge ĂŒberhaupt, der zwischen 1954 und 1960 in Rennen fuhr, wird der Maserati 250 F gezeigt. Unter der Leitung von Ingenieur Giulio Alfieri und Juan Manuel Fangio gewann der Wagen gleich bei seinem Debut den Grand Prix von Argentiniern 1954. Es war auch die Saison, in der Sterling Moss einen 250 F fuhr und zwei Jahre spĂ€ter Monte Carlo und den Grand Prix von Italien auf seiner Siegerliste verbuchen konnte. Maserati zog sich aus dem Rennsport zurĂŒck.

Nur vier Exemplare des Ferrari 340 MM wurden jemals gebaut. Zwei davon mit einer Karosserie von Touring und zwei von Vignale. Unter der Haube arbeitet beeindruckend ein V12 Motor von Aurelio Lampredi. Einer der Vignales hatte mit den Fahrern Giannino Marzotto und Marco Crosara ein beeindruckendes Debut auf der Mille Miglia 1953 hingelegt.

Der Maserati Tipo 63 entstammt einem Entwurf von Giulio Alfieri. Eine Design-Ikone wird der Birdcage imm er bleiben – auch wenn er (außer in den USA) bei weitem nicht die Erfolge erzielte, die man ihm in den Kampagnen vorausgesagt hatte.

Vom Ferrari 500 TRC,wurden im Jahr 1957 ganze 19 StĂŒck produziert. Er war eine ĂŒberholte Version des 500 TR. In jener Zeit dominierte Maserati viele der Rennen bis schließlich Ferrari zurĂŒck kam mit einer Maschine Vittorio Jano und einem Chassis von Scaglietti. Gaetano Starrabba und Franco Cortese fuhren mit diesem Wagen bei der Targa Florio 1958 zum Sieg in der 2000cc Klasse.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung: der zweisitzige Maserati A6 GCS/53, der von 1953 bis 55 gebaut wurde und zum ersten Mal bei der Mille Miglia 1953 eingesetzt worden war. Vignale, Frua und Scaglietti formten drei der Karosserien der 50 gebauten Spider, alle anderen waren von Medardo Fantuzzi.
Mit dem krĂ€ftigen Motor-Sound der vorbeifahrenden Rennlegenden scheint Bewegung in die Ausstellung der einstigen Rivalen zu kommen, die mit der KĂŒhlerhaube Richtung Museumsausgang angeordnet sind. Fast möchte man rufen: Lasst sie raus auf die Rennstrecke.

www.museocasaenzoferrari.it