Messe – Großbritannien in Oldtimer-Zahlen


Am vergangenen Wochenende trafen sich in England die Freunde klassischer Automobile in Birmingham zur 30. Lancaster Insurance Classic Motor Show. Das ist die grĂ¶ĂŸte Oldtimer-Veranstaltung des Landes, die unter Dach stattfindet und in der Regel kommen rund 60.000 Besucher.

Als John Cole 1984 die Messe zum ersten Mal eröffnete war das auch das Jahr, in dem Peugeot den 250 GTi und Austin Rover den Montego vorstellten. Nun, 30 Jahre spĂ€ter ist aus der British International Motorshow – die damals auch Neuwagen zeigte – eine reine Klassiker-Messe geworden, die sich dem immer stĂ€rker werdenden Segment der Oldtimer und Youngtimer widmet. Mit dem Mythos, das Oldtimer-Hobby sei nur etwas fĂŒr reiche Leute hat man in Großbritannien aufgerĂ€umt. Laut einer Untersuchung des Federation of British Historic Vehicle Clubs liegt das Haushalts-Gesamt-Einkommen von 31 Prozent aller Oldtimer-Besitzer unter 25.000 Pfund pro Jahr. Auch wenn die Mega-Verkaufszahlen die Titelzweilen bestimmen liegt der Wert von ungefĂ€hr 68 Prozent aller Oldtimer der Insel unter 10.000 Pfund/Fahrzeug. Mehr als 850.000 Fahrzeuge, die vor 1981 gebaut wurden, sind immer noch vorhanden, spielen aber kaum eine Rolle, denn sie werden nur ein bis zwei Mal pro Monat gefahren und nur 0,24 % der gefahrenen Gesamt-Kilometer in Vereinten Königreich gehen auf das Konto dieser Fahrzeuge. Mehr als 505 Millionen Pfund Umsatz werden jĂ€hrlich in Großbritannien mit Oldtimern gemacht. Insgesamt sind im Land der Briten 7,4 Milliarden an Wert in Oldtimern erhalten, das ergibt einen Durchschnittspreis von 8250 Pfund pro Fahrzeug. FĂŒr ihr Hobby Oldtimer geben die Briten pro Jahr drei Milliarden Pfund aus – oder 2900 Pfund pro Oldtimer-Fan.