Mille Miglia 2013 – 1000 Meilen die es in sich hatten


Schon der Start der diesjĂ€hrigen Mille Miglia war anders, als man es sonst in Brescia gewohnt war. Das lag nicht an der neuen Organisation, sondern am Wetter, das zu wĂŒnschen ĂŒbrig ließ. Gummistiefel und Regenschirme bestimmten das Bild wo sonst eitel Sonnenschein lacht.

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Der Stimmung tat das keinen Abbruch und so wurde kurzfristig noch die Route umgelegt in trockenere Gebiete. Doch dass die Mille Miglia zu fahren nicht unbedingt ein Zuckerschlecken ist, mag man daraus erahnen, dass ein erfahrener Piloten wie Hans Joachim Stuck auf Platz 117 landete, obwohl er mit einem Porsche 356 1500 ausgestattet war oder dass Formel-1 Fahrer David Coulthard im Mercedes 300 SKR, mit dem einst Juan Manuel Fangio 1955 als Sieger durchs Ziel fuhr, nur auf Platz 329 von 415 teilnehmenden Oldtimern kam. Immerhin, denn von den gestarteten teams kamen nur 340 Fahrzeuge im Ziel an nach 1485 Kilometern und 54 WertungsprĂŒfungen.
Das schlechte Wetter indes verabschiedete sich, je nĂ€her der Tross dem Wendepunkt in Rom kam. Als jĂŒngste Sieger gingen in die Geschichte der Mille Miglia das Team Tonconogy / Berisso aus Argentinien. „Wir sind so ĂŒberwĂ€ltigt“, jubelten Juan Tonconogy und Guillermo Franci Berisso auf der Siegerrampe in Brescia.

 

Auch Mark Gessler, Technical President der Oldtimer-Weltorganisation FIVA, hatte in diesem Jahr GlĂŒck und belegte als erfahrener Mille-Teilnehmer Platz 2. Erstmals gab es beim neuen Reglement fĂŒr Fahrzeuge, die bereits beim Original-Rennen teilgenommen hatten – wie beispielsweise der  Alfa Romeo 6C 1500 Grand Sport von Mark Gessler – einen Punktebonus im Gesamtklassement von 10 Prozent. Mit einem EinzelstĂŒck aus der Sammlung von BMW erkĂ€mpften sich GleichmĂ€ĂŸigkeitsrallye-Spezialist Hanns Werner Wirth und Ex-Rallye-Weltmeister Christian Geistdörfer den zehnten Platz.
Wie immer ist die Mille Miglia auch ein Schaulaufen fĂŒr die Stars und Sternchen. 2013 mit dabei war SĂ€nger Herbert Grönemeyer, der schon lange davon getrĂ€umt hatte, Schauspieler Daniel Day-Lewis, Schauspielerin Hannah Herzsprung.

Die Top Ten der Mille Miglia
Platz 1: Juan Tonconogy / Guillermo Franci Berisso (ARG/ARG), Bugatti T40 (1927)
Platz 2: Giordano Mozzi / Mark Gessler (I/USA), Alfa Romeo 6C 1500 Grand Sport (1933)
Platz 3: Giovanni Moceri / Tiberio Cavallieri (I/I), Aston Martin Le Mans (1933)
Platz 4: Gianmario Fontanello / A. Maria Covelli (I/I), Ford B (1933)
Platz 5: Bruno Ferrari / Carlo Ferrari (I/I), Bugatti T37 (1927)
Platz 6: Daniel Andre Erejomovich / Gustavo Gallo (ARG/ARG), Aston Martin Le Mans (1933)
Platz 7: Giancarlo Giacomello / Luigino Gennaro (I/I), Bugatti T37 (1926)
Platz 8: Giuliano Cané / Klaus Peter Reichle (I/QA), Bugatti T37 Grand Prix (1927)
Platz 9: Andrea Belometti / Emanuela Putelli (I/I), Fiat 508 S Siata Spider (1933)
Platz 10: Hanns Werner Wirth / Christian Geistdörfer (D/D), BMW 328 Coupé Touring (1939)