Mit Isetta & Rolls-Royce durchs Saarland


Auch kleine Oldtimer kommen manchmal ganz groß raus. Eine BMW Isetta 250 wird bei der diesjĂ€hrigen ADAC DEUTSCHLAND KLASSIK um den Großen Preis der Deutschen Post wohl einer der Hingucker. Die Genießer-Rallye fĂŒr klassische und historische Automobile bringt vom 27. bis zum 30. Juni rund 100 Oldtimer im kleinsten Bundesland an den Start. Gemeinsam werden von SaarbrĂŒcken aus die schönsten Landstriche und KulturdenkmĂ€ler des Saarlands erkundet.

Nicht die Stoppuhr bestimmt den Ablauf des ADAC Oldtimer-Wanderns, sondern Muße und Kultur. Bei den drei insgesamt ca. 370 Kilometer umfassenden Tagestouren mĂŒssen zahlreiche Aufgaben gelöst und Fragen beantwortet werden, um bei den Tageswertungen erfolgreich zu sein

Ein weiterer Kleinst-Oldtimer ist der Vignale-Fiat 500 Gamine Spyder aus dem Jahr 1969, der seinerzeit per Versandhauskatalog zu bestellen war. Auf Basis des Fiat 500 leistete das kleine Cabriolet 18 PS. Etwas sportlicher, aber dennoch als „Miniformat“ unterstĂŒtzt ein Tornax Rex (Bj. 1935) die Wandergruppe. Er reprĂ€sentiert eine ganz besondere Gattung – kleine Sportwagen der dreißiger Jahre. Als Ă€ußerst selten Oldtimer- Exemplar ist er einer der Höhepunkte im Teilnehmerfeld.

Ab 1934 baute der Wuppertaler Motorrad- und Automobilhersteller Tornax unter eigener Regie einen 2-Zylinder-Zweitakter-Sportwagen. Mit einer Roadsterkarosserie von HebmĂŒller und einem 23 PS-Motor mit 684 Kubikzentimetern von DKW lief der Kleine nicht schlecht. Doch dann beschloss DKW, einen eigenen Wagen dieser Klasse auf den Markt zu bringen und stellte die Motorenlieferung an Tornax ein.Ein Tempo Hanseat aus dem Jahr 1950 folgt in der Riege der PS-Zahlen dicht auf die Isetta 250. Der kleine dreirĂ€drige Lieferwagen aus dem Harburger Unternehmen Vidal und Sohn Tempo-Werk ist mit 14 PS und 397 Kubikzentimetern unterwegs und weckt sicher bei einigen Zuschauern noch Erinnerungen an das Straßenbild zu Wirtschaftswunderzeiten.

Zu den – zumindest laut Abmessungen – besonders großen Fahrzeugen der Rallye zĂ€hlen u. a. ein 1970er Cadillac Sedan DeVille, ein Buick Special aus dem Jahr 1950, ein Rolls Royce „Doctor’s CoupĂ©“ von 1931 sowie selbstverstĂ€ndlich der Klassiker VW-Bulli T2. Als weitere Höhepunkte auf der Liste der besonders seltenen Pretiosen sind ein Graham-Paige 610 Phaeton aus dem Jahr 1928 und ein Citroen B2 Landaulet Grand Luxe aus dem Jahr 1923 zu nennen. Auch ein Bugatti Typ 57 Ventoux des Jahres 1936 wird sicher viele Blicke auf sich ziehen.

Die Àltesten Veteranen sind zwei Ford Model T der Baujahre 1911 und 1912. Es folgen 15 weitere Vorkriegsfahrzeuge. Unter den knapp 80 Nachkriegsfahrzeugen finden sich im internationalen Teilnehmerfeld neben vielen gern gesehenen Brot- und Butterautos ebenfalls einige RaritÀten, wie eine Borgward Isabella TS, ein Osi Spider oder ein Talbot-Matra Murena. Letztgenannter, ein dreisitziges Sportcoupé, wurde nur von 1980 bis 1984 gebaut.
Schirmherren der ADAC DEUTSCHLAND KLASSIK sind Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister fĂŒr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und ADAC PrĂ€sident Peter Meyer.

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