Monteverdi auf dem Genfer Automobilsalon


Der Genfer Automobilsalon ist der alljĂ€hrlich Auftakt der großen europĂ€ischen Automobilmessen. Auch das Gastgeberland Schweiz hatte einst eine große Automobilindustrie. Rund 80 Automobilmarken wurden in der Schweiz gegrĂŒndet. Pic Pic, Saurer, Martini, Ajax, Turicum, Albar oder auch Gryff waren beispielsweise solche Automobilmarken. Die heute wohl noch bekannteste Marke ist Monteverdi. In den 50er Jahren baute Peter Monteverdi in der Werkstatt seines Vaters, einer Ferrari-, BMW- und Lancia-Vertretung, Spezialanfertigungen fĂŒr den Rennsportbetrieb. Es kam bereits in dieser Zeit zu einzelnen Aufbauten auf der Basis von Ford oder Ferrari. Monteverdi setzte zum Beispiel 1958 eine eigene Karosserie auf das Fahrgestell eines Ferrari Monza. Dieser sollte allerdings ein EinzelstĂŒck bleiben und wurde in den 90er Jahren von seinem neuen Besitzer wieder mit einer Monza-Karosserie ausgestattet.

Ab 1967 produzierte Peter Monteverdi eigene luxuriöse Sportwagen, vorwiegend mit V8 Motoren. Der erste Serien-Monteverdi, der Monteverdi High Speed 375, wurde 1967 auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt. AnlĂ€sslich dieses JubilĂ€ums zeigte der diesjĂ€hrige Genfer Automobilsalon drei Exponate dieser berĂŒhmten Schweizer Marke. Die Ausstellung ist mit Hilfe des Monteverdi Clubs zustande gekommen. Darunter auch ein One-Off aus den 90er Jahren, dem Hai 650 F1, aufgebaut auf Komponenten des Formel-1 Rennwagens aus dem Onyx-Monteverdi-Teams mit einem 3,5 Liter Crosworth Motor mit 650 PS. Das Fahrzeug erhielt in Europa keine Straßenzulassung. Das Trio wurde komplettiert durch das Monteverdi 375 Cabriolet.