Museum of Modern Art: Der Fiat 500 F als Design Ikone


Schon im vergangenen Jahr machte ein Oldtimer „Karriere“ als Designobjekt als der Fiat 500 im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA)zu sehen war. Jetzt debutiert in New York der Fiat 500 F-Serie vom 10. bis 27. Mai 2019 zum ersten Mal im Museum zu sehen im Rahmen von „The Value of Good Design“, einer Ausstellung aus der herausragenden Kollektion des Industrial Design des MoMA.

„Der 500er ist eine Ikone des italienischen Stils, die nie aus der Mode gekommen ist und die Fans auf der ganzen Welt aufgrund ihrer Hauptmerkmale und ihrer starken Persönlichkeit im Laufe der Jahrzehnte gewonnen hat“, sagte Luca Napolitano, Leiter der Marken EMEA Fiat und Abarth. „Seit 1957 bringt der Fiat 500 auf den Straßen der Welt Farben und ein LĂ€cheln in den Alltag. Er wurde zu einem Botschafter des „Bel Paese“ (Anm.der Red.: Schönen Land) und zu einer Ikone des Stils und Designs von „Made in Italy“.

Über den Fiat 500
Das im MoMA ausgestellte Modell wird ein Model der 500 F-Serie sein, der populĂ€rste 500, der von 1965 bis 1972 produziert wurde. Die anderen Versionen (Sport, D, L und R) der ersten Generation wurde insgesamt von 1957 bis 1975 mehr als vier Millionen Mal produziert. Das Auto ist ein klarer Ausdruck formaler Funktion, logischem und sparsamen Materialeinsatz und die Überzeugung, dass QualitĂ€tsdesign fĂŒr alle zugĂ€nglich sein sollte. Die Entwicklung kostengĂŒnstiger, zuverlĂ€ssiger Autos wie der Fiat 500 war fĂŒr die Motorisierung des europĂ€ischen Kontinents nach dem Krieg von wesentlicher Bedeutung. Durch sein Design und seine zentrale Bedeutung fĂŒr die Geschichte der italienischen Mitte des Jahrhunderts verkörpert der 500 viele der Prinzipien, die fĂŒr das modernistische Design der Mitte des Jahrhunderts typisch waren, und verbindet sie mit Themen, die in den Werken der Sammlung des Museums thematisiert werden.

Der Nuova 500, der hĂ€ufig als „Cinquecento“ bezeichnet wird, wurde von Designer und Ingenieur Dante Giacosa entworfen und 1957 auf den Markt gebracht. Giacosa, der 1927 zu Fiat kam, war fĂŒr viele der wichtigsten Konstruktionen verantwortlich, die der Autobauer wĂ€hrend seines 43. Lebensjahres hervorbrachte – einschließlich des ursprĂŒnglichen 500 „Topolino“ und des spĂ€teren 500 „Nuova“. Als kompaktes, heckmotorisiertes Stadtauto wurde der 500 als sparsames Auto fĂŒr die Masse konzipiert. Trotz seiner kleinen Außenabmessungen maximierte das Design von Giacosa das Innenraumvolumen, wodurch ein ĂŒberraschend gerĂ€umiger Innenraum fĂŒr vier Passagiere geschaffen wurde. Das serienmĂ€ĂŸige faltbare Stoffdach verleiht diesem sparsamen Auto ein luxuriöses GefĂŒhl und reduziert gleichzeitig die fĂŒr die Produktion des Wagens notwendige Menge an Stahl – ein zur damaligen Zeit kostbares Gut.

Dieser unbestrittene Erfolg wurde 2007 mit der EinfĂŒhrung der neuen Generation fortgesetzt. Die 500er von heute waren ebenso wie ihr berĂŒhmter Vorfahre weltweit mit einer beeindruckenden Auswahl an Preisen, darunter „Auto des Jahres“ und „Compasso d’oro“, sofort sehr erfolgreich.

Der Wert von gutem Design
The Value of Good Design (10. – 27. Mai 2019), in dem Objekte von EinrichtungsgegenstĂ€nden und HaushaltsgerĂ€ten ĂŒber Keramik, Glas, Elektronik, Transportdesign, Sportartikel, Spielwaren und Grafiken prĂ€sentiert werden, erforscht das Demokratisierungspotenzial von Design, beginnend mit MoMA Good Design Initiativen aus den spĂ€ten 1930er Jahren bis in die 1950er Jahre, in denen gut entwickelte, erschwingliche, zeitgemĂ€ĂŸe Produkte vertreten wurden. Das Konzept des guten Designs setzte sich auch jenseits des Museums durch. Die Regierungen beider Seiten des Kalten Krieges nahmen es als unverzichtbares Instrument fĂŒr den sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbau und den technologischen Fortschritt in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg an, darunter der Fiat 500 ist ein klassisches Beispiel. Die Ausstellung wirft auch Fragen auf, was Good Design heute bedeuten könnte und ob Werte aus der Mitte des Jahrhunderts fĂŒr ein Publikum des 21. Jahrhunderts ĂŒbersetzt und neu definiert werden können. Besucher sind eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen, indem sie einige noch in der Produktion befindliche Klassiker des „guten Designs“ ausprobieren und erkunden, wie das MoMA ĂŒber seine Design-Stores neue Produkte und Ideen auf einem internationalen Markt weiterbringt.