Oldtimer in Londons Zentrum in Gefahr


Was vor vielen Monaten in Paris fĂŒr Unruhe sorgte, steht nun den Londoner Oldtimer-Enthusiasten ins Haus: im Zentrum der Hauptstadt (es handelt sich in London um ein Gebiet von ca. 6,5 Quadratkilometern) soll die sogenannte ULEZ greifen.

Das ist ein Vorstoß des BĂŒrgermeisters aus dem Jahr 2009, der bis 2020 umgesetzt werden und die Null-Emission im Gebiet der Mautzone bringen soll. Innerhalb der nĂ€chsten sechs Jahre schon soll eine Änderung realisiert werden.
Der Antrieb von BĂŒrgermeister Boris Johnson: „Wir wollen die erste Großstadt werden mit einer Ultra Low Emission Zone (Anmerkung: kurz ULEZ). Dieser Plan verĂ€ndert die LebensqualitĂ€t einer Hauptstadt. Meine Vision ist, dass wĂ€hrend der Arbeitszeit alle Fahrzeuge, die fahren dĂŒrfen Null oder Low-Emission zertifiziert sein mĂŒssen.“ Obwohl die Hauptverursacher fĂŒr den Großstadtdunst aus Stickstoffoxiden als Dieselfahrzeuge ausgemacht wurden, befĂŒrchtet man, dass auch historische Fahrzeuge und Oldtimer durch die Regelung betroffen sein werden. Auch Veranstaltungen, wie die berĂŒhmte Regent Street Motor Show wĂ€ren damit in Gefahr.
Der Vorsitzender des Royal Automobile Club Motoausschuss und Organisator des London to Brighton Veteran Car Run, Ben Cussons: „Wir sind bereits mit dem BĂŒrgermeisteramt in GesprĂ€chen, um die möglichen Auswirkungen auf unsere beiden Veranstaltungen und die einzelnen Autofahrer, die in dieser Zone wohnen, auszuloten. Wir machen deutlich, dass diese Fahrzeuge – auch wenn sie nicht alle den heutigen Gesetzen entsprechen, nur einen ganz minimalen Anteil der gesamten Emissionen ausmachen.“
Auch die Vereinigung der British Historic Vehicle Clubs ist auf der Hut: „Es scheint zwar vernĂŒnftig, dass es eine Ausnahmeregelung fĂŒr historische Automobile geben könnte, so wie bei den aktuellen Umweltzonen, aber wir wissen es noch nicht. Man muss auch an die Oldtimerbesitzer denken, die innerhalb des Gebietes sind und eine Erlaubnis brauchen um zu bleiben.“