Originale Oldtimer sind gefragt – 3. Int. Preservation Concours


Am 29. April 2018 stellen sich original erhaltene und unrestaurierte Fahrzeuge dem 3. Internationalen CfC Preservation Concours im Rahmen des Warm Up der Motorworld MĂŒnchen. Zugelassen werden zu diesem Wettbewerb maximal 30 Fahrzeuge.


Sehen Sie hier das Video ĂŒber den Preservation Concours 2017 im RĂŒckblick

Der Wettbewerb unterstreicht einen Trend, der sich zunehmend in der Oldtimer-Szene durchsetzt: Waren frĂŒher komplett restaurierte Fahrzeuge besonders gefragt, wird heute mehr und mehr auf OriginalitĂ€t und gepflegte Patina geachtet. Schon jetzt steht fest: Jedes der teilnehmenden Fahrzeuge wird mit seinen Spuren seine eigene „Lebens“-Geschichte erzĂ€hlen. Die Besucher des 5. Warm Up der Motorworld MĂŒnchen können sich auf wahre automobile SchĂ€tze freuen.

„Unrestaurierte oder substanzerhaltend reparierte Fahrzeuge im Sinne der Charta von Turin, gewinnen immer mehr an Bedeutung in der Oldtimer Szene,“ so Jury-PrĂ€sident und Initiator Kay MacKenneth. Beim Preservation Concours spielt dabei keine Rolle, ob es sich um Luxuskarossen, Rennwagen, oder Nutz- und Kleinst- sowie „Brot und Butter“ Fahrzeuge handelt. „Auch der KĂ€fer aus Opas Garage bekommt die Chance, Teil des qualifizierten Wettbewerbs zu werden.“ Zugelassen werden nur Automobile und MotorrĂ€der, die vor 1977 gebaut wurden.
Organisiert wird der 3. Preservation Concours auch dieses Jahr durch den Verein Classics For Charity e.V. Doch die DurchfĂŒhrung eines solch bedeutenden Event fĂŒr die Oldimerszene wĂ€re nicht möglich ohne seine TrĂ€ger und Patenschaften wie die Motorworld Group, Classic Data, Allianz und die Initiative Kulturgut MobilitĂ€t.


„Wir freuen uns eine solche Veranstaltung außerhalb der großen Concoursveranstaltungen wie Pebble Beach unterstĂŒtzen zu können,“ so Martin Stromberg, CEO Classic Data GmbH & Co. KG. „Hier stehen nicht die Trailerqueens im Vordergrund, sondern der Individualist, dessen Fahrzeug eine gepflegte Historie hat und diese auch Ă€ußerlich belegt ist. Der Enkel, der den KĂ€fer seiner Oma fĂ€hrt, steht hier im Vordergrund.“
Ein Teilnehmer schreibt: „Es ist eine große Freude an dieser Veranstaltung teilnehmen zu dĂŒrfen. Es ist großartig, dass den Besuchern gezeigt wird, dass das Oldtimer Hobby nicht nur aus „Garagengold“ und „Trailerqueens“ besteht!“
2018 ist das Jahr des EuropĂ€ischen Kulturerbe. Durch die Kooperation mit der Initiative Kulturgut MobilitĂ€t ist auch der 3. CfC Preservation Concours ein Teil dieses EuropĂ€ischen Kulturerbejahres und steht unter dem Motto „Sharing Heritage“.


Stark verÀnderte Oldtimerszene
In den letzten zehn Jahren hat sich die Oldtimer Szene stark verĂ€ndert. Unrestaurierte Fahrzeuge, die die Spuren ihrer Zeit tragen, erzielen immer höhere Preise. Man findet diese seltenen Exemplare mit lebendiger Historie immer mehr auf den aktuellen Messen und Auktionen. Vor etlichen Jahren hatte das Publikum solchen Fahrzeugen kaum Beachtung geschenkt: Um eine garantierte Wertsteigerung zu erhalten, mussten Oldtimer in einen Zustand versetzt werden, der besser war als sie jemals ausgeliefert wurden. NatĂŒrlich ist nichts daran falsch, einen Oldtimer nach einem gewissen Abnutzungsgrad zu restaurieren, vor allem wenn dies die einzige Möglichkeit ist, das Fahrzeug zu retten und weiter zu erhalten. Wie auch in der Kunst- und AntiquitĂ€tenszene geht der Trend im Moment jedoch in Richtung des Erhalts der OriginalitĂ€t. Denn, so lautete auch der Slogan des weltweit ersten Internationalen Preservation Concours: „Original gibt es nur einmal“. Dieser Concours findet auch in diesem Jahr im Rahmen des Warm Up 5 der Motorworld in MĂŒnchen zum dritten Mal statt. Rund 30 unrestaurierte und original erhaltene Fahrzeuge stellen sich der Bewertung einer Fachjury.

Wann gilt ein Oldtimer als Original?
Noch herrscht in der Oldtimer Szene hĂ€ufig die Unsicherheit, ab wann ein Fahrzeug als original gilt, oder wann es als unrestauriert definiert werden kann. Eine allgemeine Regelung gibt es hierfĂŒr noch nicht. NatĂŒrlich darf auch ein Oldtimer, der sich in einem originalen unrestaurierten Zustand befindet, teilweise repariert sein. Vor allem, wenn sich diese Reparatur aus dem zeitgenössischen Gebrauch ergibt. Ein Auffahrunfall wurde auch frĂŒher erst einmal instandgesetzt. „Preservation“ ist gleichbedeutend mit „Erhalten“ und „Bewahren“. Ziel ist es, das Fahrzeug in einem fahrbereiten und möglichst originalen Zustand zu erhalten. Dies kann das Fahrzeug aus vorherigem Familienbesitz sein, aber durchaus auch ein Fahrzeug, das die Jahre ĂŒberdauert hat und nun bei einem HĂ€ndler im Showroom steht. Patina ist zwar im Moment das Schlagwort in der Szene, doch auch hier gilt es, zu unterscheiden. Nicht jedes Fahrzeug, das mit Staub und Rost auf eine Messe gestellt wird, fĂ€llt hierbei unter die Kategorie „Preservation“. Denn nachtrĂ€glich absichtlich entstandene Patina, die eigentlich daher rĂŒhrt, dass das Fahrzeug keinerlei Pflege und „Erhalt“ erfahren hat, widerspricht dem Gedanken des Bewahrens. Erst, wenn die mĂŒhevolle Arbeit vorgenommen wird, den Erhalt des Fahrzeugs wieder herzustellen, indem das Fahrzeug gereinigt und sowohl technisch als auch substanzerhaltend instandgesetzt wird, bekĂ€me das Fahrzeug den Status des „Bewahrens“. Hier macht der Hype, den unrestaurierte Fahrzeuge erfahren, zum Teil blind fĂŒr die eigentliche Materie.

Bewertungskritierien des CfC Preservation Concours 2018
1. Das Fahrzeug muss Àlter sein als 30 Jahre
2. Das Fahrzeug muss mindestens 30 Kilometer in einer Stunde auf eigener Achse zurĂŒcklegen können.
3. Mindestens 50 % der Substanz des Fahrzeugs mĂŒssen noch dem ursprĂŒnglichen Auslieferungszustand entsprechen. Dies betrifft Lack, Anbauten, Glas, Interieur, Chassis und Motorraum.
4. Mindestens 50 % des originalen Lacks mĂŒssen vorhanden sein und Aufschluss ĂŒber die ursprĂŒngliche Farbe geben.
Durch diese Kriterien scheiden auch Fahrzeuge aus, die zum Beispiel in einer Scheune ĂŒber 40 Jahre gestanden haben und nun als Scheunenfund und original erhalten zu einem solchen Wettbewerb angemeldet werden. Ein solches Fahrzeug erfĂŒllt in erster Hinsicht schon einmal nicht das Kriterium des „Erhalts“, denn seine Patina rĂŒhrt von jahrelangem „Nicht-Erhalt“. Erst wenn das Fahrzeug wieder betriebsbereit hergerichtet wurde, kann es die Concours-Kriterien erfĂŒllen. Das Instandsetzen solcher Fahrzeuge und der entsprechende Erhalt der Historie durch das Bewahren wichtiger Spuren ist sehr aufwendig und erfordert ein großes Fachwissen.

Bewerben Sie sich!
3. Internationaler CfC Preservation Concours in der Motorworld MĂŒnchen

http://preservation-concours.com/registration

Fahrzeuge im Wettbewerb
Zugelassen werden nur Automobile und MotorrĂ€der, die vor 1977 gebaut wurden und noch im Originalzustand sind – egal ob Luxuskarossen, Rennwagen oder Nutz- und Kleinst- sowie „Brot und Butter“ Fahrzeuge.

Jury des Apprentice Award
Studenten, Lehrlinge und SchĂŒler Kfz-naher Berufe und im Alter zwischen 16 und 25 Jahren können Mitglied der Jury werden und den Sieger des Apprentice Award bestimmen.

Alle Bewerbungen unter:
http://preservation-concours.com