Petersen Automotive Museum – Japanische Oldtimer


Die erste Tokyo Motor Show wurde im April 1954 in einem öffentlichen Park mit acht Herstellern eröffnet. Sie bauten damals alle zusammen 70.073 Fahrzeuge im Jahr bauten (das ist heute ungefÀhr die Zahl der Fahrzeuge, die allein die Ford Motor Company alle 17 Tage in den USA baut).

1966 Nissan Silvia

Heute zĂ€hlen mehrere japanische Autohersteller zu den grĂ¶ĂŸten Produzenten der Welt. Um die frĂŒhe japanische Automobilherstellung und den ĂŒberraschend kreativen Funken dahinter zu zeigen eröffnet das Petersen Automotive Museum in Los Angeles eine einjĂ€hrige Ausstellung mit dem Titel „Die Wurzeln von Monozukuri“.
Wie das unbekannte Wort ausgesprochen wird, zeigen die hilfreichen Zeichen in der Ausstellungshalle „moh-noh-ZOO-koo-ree“ – das bedeutet aus dem Japanisch ĂŒbersetzt „die Kunst, die Wissenschaft und das Handwerk, Dinge zu machen“. Die Ausstellung ist mehr als eine Aufreihung von winzigen „ReisschĂŒsselchen“ aus den frĂŒhen Tagen des japanischen Autoherstellers – auch wenn einige davon zu sehen sind.
Die Kuratoren haben eine Gruppe von 19 Fahrzeugen zusammengestellt, die die ganze Breite der japanischen Automobilproduktion vor 1970 abdecken. Beginnend bei den PauspapieranfĂ€ngen mit dem Toyoda AA von 1936 (eine Nachbildung, denn kein echtes Exemplare ĂŒberlebte) und dem Nissan Model 70 von 1938 werden auch die beiden DoppelgĂ€nger der zeitgenössischen Autos von Chrysler und Chevy gezeigt. Sehenswert sind auch die noch fast wie aus einem Zeichentrickfilm anmutenden ersten BemĂŒhungen von Suzuki, Fuji (aka Subaru), Mitsubishi und Mazda.

Im Laufe der Jahre wuchsen GrĂ¶ĂŸe und Raffinesse der Fahrzeuge, wobei die 1960er Jahre eine BlĂŒte des Designs, der Leistung und des Luxus darstellen. Ein besonders schönes Beispiel ist der wunderschöne 1966 Nissan Silvia CSP311, ein handgefertigtes CoupĂ© basierend auf einem Datsun 1600 Fairlady Roadster und entworfen von einem internationalen Team unter der Leitung von Albrecht Goertz, Schöpfer des BMW 507. In der Petersen Ausstellung sind auch Ikonen wie der 1967 Toyota 2000GT, Japans Antwort auf den Jaguar E-Typ, und ein 1969 Mazda Cosmo Sport 110S, Japans Antwort zu sehen. Ein 1967er Toyota Sports 800 und ein 1968er Honda S600 CoupĂ©, zwei wunderschöne Kleinode der japanischen Mikro-Technik alter Schule, werden die besucher fĂŒr die Ära der kleinen Sportwagen begeistern. Die Ära schließt mit dem kĂŒhnen Nissan R382, einem Can-Am-artigen Sportprototypen-Rennwagen, der fĂŒr den Großen Preis von Japan gebaut wurde und mit einem 5,9-Liter-V-12 fĂ€hrt.

Eine Parallelausstellung mit dem Namen „Fine Tuning“ in der Hot Rod-Abteilung des Museums feiert Japans spĂ€tere eher spielerische Art der Renn- und Custom-Autos. Japan praktiziert wie keine andere Nation, das Tunen auf die knallharte Art. Japanische Begriffe wie Shakotan, Kaido und Bosozoku stehen dafĂŒr. Die ausgestellten Fahrzeuge sind eine Mischung aus amerikanischen Importen, Front-Drive Drag Racern, Slick Circuit Machines und Mega-Turbo Driftern.