RM Group of Companies: Bilanz der Auto Auktionen


Die Bezeichnung „RM Group of Companies“ wird nicht jedem Oldtimer-Liebhaber etwas sagen. Hinter diesem Begriff steht der Zusammenschluss der beiden wichtigsten AuktionshĂ€user der Welt fĂŒr automobile RaritĂ€ten: Auction America und Sotheby’s. Unter dem Hammer beider Unternehmen landen hĂ€ufig Traumkarossen amerikanischer, britischer, deutscher oder italienischer Herkunft, deren Wert sich oftmals im siebenstelligen Bereich bewegt. Zum Jahresende warf die RM Group of Companies nun einen Blick zurĂŒck auf die vergangenen zwölf Monate. Was dabei herauskam, ĂŒberstieg alle Erwartungen. Der Jahresumsatz der beiden Unternehmen belief sich auf mehr als eine halbe Milliarde, genau auf 541 Millionen Euro.

Rob Myers, PrĂ€sident und GrĂŒnder der RM-Unternehmensgruppe hatte also Anlass zum Jubel: „Die Partnerschaft von Auctions America und Southeby’s war ein Meilenstein und hat eine globale Plattform fĂŒr Sammlerautos geschaffen. Die Ergebnisse sprechen fĂŒr sich. Sie beweisen, dass wir es mit einem gesunden Merkt mit einem unerschĂŒtterlichen Engagement fĂŒr Produkte mit höchster QualitĂ€t zu tun haben. Ich bin stolz auf unser Team, bedanke mich bei unseren Kunden und bin gespannt, was 2016 auf Lager hat.“

Sotheby’s allein war 2015 fĂŒr einen Umsatz mit Liebhaber-Karossen von 480 Millionen Euro verantwortlich. Bei insgesamt zehn Auktionen in vier LĂ€ndern kamen 784 Fahrzeuge erfolgreich unter den Hammer. Bei 113 dieser Autos wurde die 4,5 Millionen Eurogrenze ĂŒbertroffen, sechs erzielten mehr als zehn Millionen.

Auf den ersten fĂŒnf PlĂ€tzen der Erfolgsskala lagen bei Sotheby’s

‱ ein Ferrari 290 MM von 1956 mit 25,6 Millionen Euro
‱ ein Ferrari 250 LM von 1964 mit 16 Millionen Euro
‱ ein Aston Martin DB4GT Zagato von 1962 mit 13 Millionen Euro
‱ ein McLaren F1 „LM-Specification“ von 1998 mit 12,5 Millionen Euro
und mit gleichem Ergebnis jeweils
‱ ein Ferrari 250 GT Berlinetta Competizione „Tour de France“ von 1956 ein Jaguar C-Type Works Lightweight von 1953 mit zwölf Millionen Euro.

Die erfolgreichste Veranstaltung erlebte Sotheby’s im kalifornischen Monterey anlĂ€sslich des berĂŒhmten Pebble Beach Concours d’Elegance im Sommer. Andere Highlights waren Auktionen in Arizona, Paris, Amelia Island, Hershey und New York. Ebenfalls herausragend die Versteigerung der Oldtimer-Sammlung von Paul and Chris Andrews im Mai in Texas, die stolze 50 Millionen Euro einspielte.

DemgegenĂŒber erscheinen die Zahlen von Auctions America eher bescheiden. Insgesamt kam der kleinere Zweig der RM Group of Companies auf knapp 62 Millionen Euro. DafĂŒr sorgten 1343 erfolgreich versteigerte Fahrzeuge auf fĂŒnf Veranstaltungen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Den Höhepunkt – was die Besucherzahl angeht – erlebte das Unternehmen im Herbst in Auburn im US-Bundesstaat Alabama. 85 000 Besucher besichtigten Fahrzeuge, die versteigert werden sollten auf dem Auburn Auction Park, dem weltgrĂ¶ĂŸten VeranstaltungsgelĂ€nde fĂŒr Automobil-Auktionen mit fĂŒnf Hallen auf knapp 100 Hektar.

Auf den ersten fĂŒnf PlĂ€tzen der Erfolgsskala lagen bei Auctions America

‱ Ferrari Enzo von 2004 mit 1,71 Millionen Euro,
‱ Mercedes Benz 540 K Special Roadster von 1938 ebenfalls mit 1,71 Millionen Euro,
‱ Ferrari 330 GTS von 1967 mit1,48 Millionen Euro,
‱ Duesenberg Model J Convertible von 1929 mit 1,4 Millionen Euro
‱ Ferrari 250 GT CoupĂ© von 1959 mit 652 000 Euro.

Dass die Marke Ferrari gleich mit sechs Exemplaren unter den zehn ertragreichsten Fahrzeugen vertreten ist, wundert nicht. Schließlich ist lĂ€ngst weltweit bekannt, dass die Fahrzeuge aus dem italienischen Maranello den höchsten Wiederverkaufswert aller Automobile besitzen. Auctions America will sich auch 2016 auf solche automobile RaritĂ€ten konzentrieren und hat fĂŒr das kommende Jahr eine Überraschung angekĂŒndigt. Fans dĂŒrfen gespannt sein

 

Text:  Hans-Robert Richarz