Romo Motor Festival – Strand Rennen in Dänemark


In den frühen Jahren der Automobilgeschichte nahm Dänemark eine bedeutende Rolle im Rennsport ein. Das Land war bekannt für seine Sandbank Rennen an den lang gezogenen Stränden wie auf der Insel Fano. Zwischen 1919 und 1924 trafen sich die berühmtesten Rennfahrer und Fahrzeughersteller, wie Mercedes Benz, Citroen, Fiat oder Opel an diesem Strand um Rekordfahrten anzustreben. Nach einem tragischen Unfall 1929, als sich an dem Rekordfahrzeug Bluebird von Malcom Campbell das Rad löste und einen 13 jährigen Jungen tötete, wurden die zukünftigen Rennen abgesagt und es fanden danach nie mehr Rennen am Strand von Fano statt. Cambell stellte dennoch auf der 1 Kilometer langen Strecke einen Rekord von 130 m/h auf.

Im gleichen Jahr fanden auch Rennen an der Westküste von Jutland statt, die allerdings von den Behörden ebenfalls untersagt wurden. Nach nun fast 80 Jahren sollte nun die Tradition dieser Rennen am Strand von Romo neu zu Leben erweckt werden. Fünf Enthusiasten hatten sich zusammengetan, um 2016 das ROMO Motor Festival aufleben zu lassen. Dabei handelte es sich natürlich nicht um die Rekordversuche aus den früheren Jahren, aber um spannende Achtel-Meilen Rennen mit Motorrädern und Automobilen aus den Vorkriegszeiten bis 1947.

Am 10.September fand nun das zweite Mal das Romo Motor Festival statt. Eine echte Empfehlung, denn es ist, als ob man in eine Zeitkapsel eintritt. Fahrer, Techniker, Fotografen und viele Besucher sind historische gekleidet. Der musikalische Rahmen am Abend sorgte ebenfalls für das entsprechende Ambiente. Wer mit dem Oldtimer kam durfte am Vintage Parking teilnehmen und erweitere das historische Ambiente am Strand.

Die Show-Rennen fanden jeweils zu zweit in unterschiedlichsten Klassen statt. Einen ganzen Tag lang war man im Rausch des Benzin Dufts der mit jeder Meeresbrise weiter getragen wurde.