RĂŒckblick – 40 Jahre Gurtpflicht


Am ersten Januar 1976 wurde die Anschnallpflicht eingefĂŒhrt und hat seitdem die Zahl der Unfalltoten erheblich gesenkt. Anfang der Siebzigerjahre starben in Deutschland jĂ€hrlich noch mehr als 20.000 Menschen im Straßenverkehr.
Der Gurt ist – auch in Kombination mit Airbags und anderen Sicherheitssystemen – der wichtigste Lebensretter.

Im Sicherheitssystem eines Autos verhindert der Gurt, dass Autofahrer bei einem Aufprall gegen das Armaturenbrett und die Windschutzscheibe fliegen. Der Gurt schĂŒtzt vor allem vor schweren Verletzungen an Kopf, Augen, Hals und Oberkörper, die bereits bei einem Crash im Stadtverkehr entstehen können.

Die beim Unfall wirkenden KrĂ€fte können das Vielfache des Körpergewichts erreichen. Ein nicht angeschnallter Erwachsener auf der RĂŒckbank entwickelt bei einem Aufprall mit Tempo 50 eine Kraft, die laut ADAC etwa drei Tonnen gleichkommt. KrĂ€fte und Folgen eines Crashs bei schnelleren Geschwindigkeiten sind entsprechend höher.

Dass der Airbag den Gurt ersetzt, ist ein gefĂ€hrlicher Irrglaube. Er entwickelt seine Schutzfunktion nur in Kombination mit dem Gurt. Wichtig: Bis etwa 25 km/h schĂŒtzt allein der Sicherheitsgurt.

Wer sich nicht anschnallt, muss mit einem Bußgeld von 30 Euro rechnen. Wird ein Kind ohne Sicherung transportiert, kostet das 60 Euro, bei mehreren Kindern 70 Euro.

 

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Bild: ADAC