Skoda & Schloss Dyck


Auch SKODA zeigt sich bei den Classic Days auf Schloss Dyck. Drei Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen der tschechischen Traditionsmarke – der SKODA 130 RS und die seltenen Prototypen 200 RS sowie der SKODA Laurin & Klement 110 von 1925 werden zu sehen sein.

Beim FIVA Concours d’Élegance ,Jewels in the Park‘ einem Oldtimer-„Schönheits“-Wettbewerb, wird der SKODA Laurin & Klement 110 antreten. Die 25 PS starke Oberklasselimousine aus dem Jahr 1925 war das letzte Laurin & Klement-Modell vor der Fusion zwischen dem 1895 gegrĂŒndeten Unternehmen und den SKODA Werken aus Pilsen. Das Modell ging als böhmischer Exportschlager in die Annalen der Marke ein – rund 3.000 Exemplare fanden einen KĂ€ufer. Wie kein anderes Auto der Firmengeschichte steht der SKODA L&K 110 fĂŒr den Übergang in eine neue Ära: Mit der luxuriösen Oberklasselimousine eroberte der Autohersteller auch internationale Kunden.

Zwei historische Rennwagen der tschechischen Traditionsmarke können die Besucher auf Schloss Dyck auch in Aktion erleben: Der SKODA 200 RS und der SKODA 130 RS – bekannt als „Porsche des Ostens“ – nehmen den rund 2,8 Kilometer langen Rundkurs der Classic Days im Rahmen von Demonstrationsfahrten gleich mehrmals unter die RĂ€der.

Den 200 RS produzierte SKODA 1974 genau zwei Mal – zusammen mit lediglich einem Exemplar des vergleichbaren 180 RS. Mit dem Kompaktsportler wollte der Autohersteller in die Gruppe 5 einsteigen, in der vor allem Hochleistungs-Rennwagen an den Start gingen. Doch schon kurz nach der PrĂ€sentation des Fahrzeugs schrieb der Automobilverband FIA diese Top-Kategorie des Motorsports nicht mehr aus. Es blieb beim Einsatz bei ausgewĂ€hlten Rallyes. Der grĂ¶ĂŸte Erfolg des 200 RS war der Doppelsieg bei der Rallye Sumava 1975. Der Prototyp bildete die Basis fĂŒr das nachfolgende und deutlich seriennĂ€here Allround-Talent 130 RS.

Den 130 RS fertigte SKODA ab 1975 – er hat als das erfolgreichste Rallye- und Rundstrecken-Fahrzeug des ehemaligen Ostblocks Geschichte geschrieben. Zu seinen grĂ¶ĂŸten Triumphen zĂ€hlen der Sieg in der Markenwertung der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981 sowie der Doppelsieg bei der Rallye Monte-Carlo 1977 in der Kategorie bis 1.300 cmÂł Hubraum. Mit nur 860 Kilogramm (880 bei der Rallye-AusfĂŒhrung) ist der SKODA 130 RS ein echtes Leichtgewicht, da ausgewĂ€hlte Karosserieteile wie das Dach, die Fronthaube und die Außenhaut der TĂŒren aus Aluminium bestehen. KotflĂŒgel und Motorhaube sind aus glasfaserverstĂ€rktem Kunststoff (GFK) gefertigt. Den Antrieb ĂŒbernimmt ein 1,3-Liter-Motor mit OHV-Ventilsteuerung. Der rund 140 PS starke Vierzylinder beschleunigt das Auto auf bis zu 220 km/h. Der SKODA 130 RS gilt als VorlĂ€ufer der sportlichen RS-Modelle der tschechischen Traditionsmarke. Gemeinsam mit dem 200 RS geht die Rallye-Version des SKODA 130 RS in der zweiten Startgruppe des Autostadt-Laufs ,Passion Pace Performance‘ auf die Strecke. Die Demonstrationsfahrten stehen am Samstag um 13:40 Uhr und am Sonntag um 13:25 Uhr auf dem Programm. DarĂŒber hinaus prĂ€sentiert SKODA die Fahrzeuge im neuen Fahrerlager.