Überraschende Raritäten & vier Sonderschauen


Ein Ort, um die Oldtimersaison zu beginnen, zum Schwelgen, Bummeln, aber auch zum Kaufen: das ist die Bremen Classic Motorshow auch im Jahr 2014. Von Freitag, 31. Januar bis Sonntag, 2. Februar widmet sich die Bremer Oldtimermesse der Zeit des Wirtschaftswunders.

Aber natürlich können Fans der automobilen Geschichte nicht nur staunen und sich erinnern – auch erstehen kann man bei Händlern oder auch im Bereich Junge Klassiker .
Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Wirtschaftswunder durch die diesjährige Messe: Es beginnt auf dem Oberdeck des Foyer in der ÖVB-Arena – hier findet sich eine Neuheit: Erstmals zeigt die Bremen Classic Motorshow auch Fahrräder. Dazu hat sich Frank Ruge, Projektleiter bei der Messe Bremen, einen neuen Partner gesucht. Das Deutsche Fahrradmuseum stellt über zwanzig Fahrräder zur Verfügung, die die Menschen in der Wirtschaftswunderzeit von A nach B brachten. „In dieser Zeit nahmen die Menschen jeden fahrbaren Untersatz, den sie finden konnten – da finden wir es angebracht, auch einmal einen Blick auf diesen Teil der unmotorisierten Geschichte zu werfen“. Weiter geht es auch gleich in der ÖVB-Arena bei den Zweirädern: Die Sonderschau spannt den Bogen von den Fahrrädern mit Hilfsmotor aus der Gründungszeit der beiden deutschen Staaten bis zu den motorradschnellen Kleinkrafträdern in der Mitte der 1960er Jahre. Gezeigt werden nicht nur Mopeds, sondern auch kleinere Maschinen der Adenauer-Zeit. Unter anderem zu sehen sind ein Meister-Fahrrad mit Lutz-Hilfsmotor von 1949 und eine DKW Hummel Super von 1961.
In der Halle 4 gibt es die Sonderschau Kleintransporter, die den ganzen Erfindungsreichtum der Wirtschaftswunderzeit darstellt. Zwei Beispiele: Das Wendax-Lieferdreirad von 1949 sieht zwar irgendwie wunderlich aus, leistete aber seinerzeit in Hamburg beim Abtransport der Schuttberge große Dienste. Ebenfalls hier zu sehen eine echte Rarität: Im ganzen EU-Raum gibt es nur noch ein einziges fahrbares Modell des Goliath Express 1100 Tieflader-Pritsche von 1960.
Halle 5: Holz, Blech oder Kunstleder als Werkstoff, klein, nützlich oder ganz praktisch, aber natürlich auch schick und glänzend sind die 10 Exponate, die hier präsentiert werden. Nur ein einziges Mal gebaut wurde der Kleinschnittger Spezial von 1954. Vermutlich nur noch zwei Modelle gibt es von dem Champion Ch-2 von 1949.
Die Bremen Classic Motorshow öffnet vom Freitag, 31. Januar bis Sonntag, 2. Februar in allen Hallen der Messe Bremen von 9 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 15 Euro. Mehr Infos auch unter www.classicmotorshow.de.