VermÀchtnis: Der Erfinder des Schnellverschluss


Dem Automuseum Dr. Carl Benz wurde vom Enkel des ehemaligen Mitarbeiters der Firma Benz Söhne Ladenburg, Heinrich Rau, der Nachlass zu treuen HĂ€nden ĂŒbergeben.
Der junge Ingenieur Heinrich Rau hatte am 1. August 1912 seinen Arbeitsvertrag bei der Fa. C. Benz Söhne in Ladenburg unterzeichnet. In dem Vertrag wurde ein Gehalt von monatlich 180 Mark festgelegt, das sich im Jahr 1914 auf 200 Mark erhöhen sollte. Doch das Schicksal wollte es anders. Heinrich Rau wurde an die Front des 1. Weltkrieges gerufen. In einem Lazarett in Montmėdy, in der NĂ€he von Verdun (Frankreich) starb der erst 26-JĂ€hrige Ingenieur am 23. September 1914 an einer BlinddarmentzĂŒndung.

In seiner kurzen TĂ€tigkeit bei der Fa. C. Benz Söhne ist ihm dennoch eine fast bahnbrechende Erfindung gelungen. Seinen „Schnellverschluss“ fĂŒr abnehmbare Automobilfelgen konnte er noch rechtzeitig am 11. Dezember 1912 beim „Kaiserlichen Patentamt“ in Berlin zum Patent anmelden. Überhaupt war Heinrich Rau wohl technisch sehr begabt. Schon im Jahr 1910 hatte er sich ein Auto selbst gebaut. Sein Elternhaus stand damals in Sichtweite der Benz Fabrik an der Ilvesheimer Straße 24.

Der Nachlass von Heinrich Rau wird derzeit aufgearbeitet und bald in einer Sondervitrine zum Leben und Wirken von Heinrich Rau im Automuseum Dr. Carl Benz zu sehen sein.


www.automuseum-ladenburg.de