Vor 50 Jahren – Volvo erfand den Rückwärts-Kindersitz


Sicherheit wurde bereits in den frühen Anfängen bei Volvo groß geschrieben. Ebenso die Sicherheit der kleinen Passagiere. Wer glaubt, dass entgegen der Fahrtrichtung positionierte Kindersitze eine Erfindung aus den 1980er sind, der irrt.

Bereits 1964 präsentierte Volvo den rückwärts zur Fahrrichtung gerichteten Kindersitz für den Volvo P544.
Dieser patentierte Kindersitz gewährleistete im Falle eines Aufpralls eine der kindlichen Anatomie angepasste Sicherheit.
Inspiriert von der Sitzposition von Astronauten, entwickelte Bertil Aldman, Arzt und später Professor für Verkehrssicherheit an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg, 1964 zusammen mit Volvo den ersten Prototypen eines Kindersitzes. In einem „Buckel Volvo“ (Volvo PV544) wurden diese Prototypen in Crashtests erprobt.
Der erste Kindersitz, der jemals an einen Kunden verkauft wurde, war 1967 ein drehbarer Beifahrersitz. Dank einer speziell gepolsterten Rückenlehne bot er optimalen Halt für Kinder in rückwärts gerichteter Position. Die als Zubehör erhältliche Option war zunächst für den Volvo Amazon (Volvo PV121) erhältlich.
Ab 1972 bot Volvo rückwärts gerichtete Kindersitze an. Diese entlasten die Nackenmuskulatur und verteilen die auf den Körper wirkenden Fliehkräfte bei einem Frontalunfall auf ein größeres Areal. Frontalcrashs sind die häufigsten und gewöhnlich auch gefährlichsten Unfälle.
1976 folgt das weltweit erste Volvo Gurtkissen. Kinder ab einem Alter von drei bis vier Jahren nutzen den regulären Sicherheitsgurt mit einem eigens entwickelten Gurtkissen. Bei richtiger Positionierung des Beckengurtes ist das Verletzungsrisiko mit einem solchen Kissen rund 75 Prozent niedriger als ohne Rückhaltesystem. Der Nachwuchs sollte nach Ansicht von Volvo die Kissen bis zu einer Größe von 140 Zentimetern oder einem Alter von zehn Jahren nutzen.