Zum 5. Mal: Streicheln bitte & anfassen


Normalerweise ist es tabu, das Anfassen von Exponaten in Museen. Doch im BMW Museum MĂŒnchen ist das BerĂŒhren in manchen NĂ€chten ausdrĂŒcklich erwĂŒnscht. Zum 5. Mal streiften sich die Museumsbesucher die weißen Handschuhe ĂŒber und beginnen mit ihrer Exkursion durchs Museum.

 

Sehen Sie hier das Video ĂŒber die Lange Nacht der weissen Handschuh im BMW Museum

 

 

Über 125 AusstellungsstĂŒcke konnten bis Mitternacht ganz genau erfasst werden. Darunter Klassiker wie der legendĂ€re BMW 328 und der Z 1, der 1988 auf der IAA in Frankfurt erstmals prĂ€sentiert worden ist.
An der Veranstaltung beteiligte sich auch die traditionsreiche MĂŒnchener Firma Roeckl, die dem Besucher die Herstellung wertvoller Lederhandschuhe demonstriert, denn Handschuhe und Automobile haben eine gemeinsame Kulturgeschichte – man denke nur an das Lederlenkrad und das vielzitierte Handschuhfach. Auch die Firma Steinway stellt mit einem knallroten FlĂŒgel ein außergewöhnliches Exponat aus, das einen Raum des BMW-Museums in extravagantes Licht tauchen wird.


Einen spektakulĂ€ren Beitrag zum diesjĂ€hrigen Themenschwerpunkt „Licht“ bot die Firma Osram mit der sogenannten „Pusteblume“. Die Lichtinstallation befindet sich seit kurzem im Museum und wird bis Ende Januar 2013 in der „MuseumsschĂŒssel“ zu sehen sein. Die „Pusteblume“ besteht aus knapp 1000 so genannten „Organischen Leuchtdioden“, kurz OLED. Es handelt es sich wie bei der Schwestertechnologie LED um Halbleiter, die Strom in Licht umwandeln. WĂ€hrend LED ausgehend von einem winzigen leuchtenden Chip Licht punktförmig abgeben, erzeugen die so genannten OLED-Panels eine leuchtende FlĂ€che. Dazu werden verschiedene organische Kunststoffe auf ein Grundmaterial aufgedampft. Die leuchtende Schicht der OLED ist ca. 400 Nanometer dick – das entspricht dem Hundertstel eines menschlichen Haares. Im ausgeschalteten Zustand können OLED je nach Grundmaterial spiegelnd, neutral weiß oder transparent gestaltet werden.