50 Jahre Ford Mustang


Vor 50 Jahren sorgte ein neu vorgestelltes Cabriolet und CoupĂ© in den USA fĂŒr Schlagzeilen. Hunderte von Schaulustigen in Alabama stĂŒrmten eine Absperrung um das Showcar zu sehen und Showrooms mussten wegen ÜberfĂŒllung gesperrt werden. Menschenmassen strömten herbei um eine neue Generation des amerikanischen Traums zu bestaunen.

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Dieses Fahrzeug ist seitdem ein Inbegriff amerikanischer Lebenskultur. 1964 stellte Ford die ersten beiden Ford Mustang Concept Cars auf der Weltausstellung in New York vor. Technisch basierte dieses Modell auf dem Ford Falcon. Es sollte das erfolgreichste Werk des Designers Josef Oros werden. Er kam 1947 zu Ford und wurde 1955 Head of Design. 1958 zeichnete Oros auch maßgeblich fĂŒr den neuen Ford Thunderbird verantwortlich und legte somit einen weiteren Design-Grundstein. Oros erhielt fĂŒr den Ford Mustang mit seinem Kollegen David Ash mehrere Design Preise.
Das erste Serienmodell wurde ebenfalls noch 1964 auf der Automobilmesse in Detroit vorgestellt.

Doch glichen die ersten Designs des damaligen Ford Mustangs keineswegs dem 1964 letztendlich vorgestellten Modells. Etliche Prototypen wurden ab Ende der 50er Jahre intern bei Ford entworfen und begutachtet. Darunter auch einige wirklich prĂ€gende und herausragende Designs, wie das Mustang 1 Concept car von 1962 mit Mittelmotor, dass sicherlich das spĂ€tere Design des Ford GT40 stark beeinflusste oder das intern als Avanti vorgestellte Design, mit einem Fließheck und einer großen Panoramascheibe, ebenfalls von 1962. Anfangs wurde bei diesem Modell angedacht, dass die Passagiere im Fond verkehrt herum sitzen und nach hinten schauen. Das Konzept wurde verworfen und der Name wurde ebenfalls nicht weiter in Betracht gezogen, da die Firma Studebaker ein Fahrzeug mit der Bezeichnung Avanti plante. Man besann sich sehr bald wieder auf Designs, die eher vom 1957 Thunderbird abgeleitet wurden. Es sollte ein 2+2 sitziges Ponycar entstehen.
1964 war es dann soweit. Auf der New Yorker Weltausstellung wurde der Ford Mustang erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Zuvor lief eine umfangreiche Werbekampagne, die den neuen Ford Mustang der breiten Masse schmackhaft machen sollte.


Die ersten ausgelieferten Mustang Modelle waren weiß und hatten ein rotes Leder-Interieur.
Die werkseitige Verkaufs-Prognose belief sich auf 100 000 Fahrzeuge im ersten Jahr…
Übrigens wurden die ersten Ford Mustang Modelle die in Deutschland ausgeliefert wurden unter dem Namen Ford T5 gefĂŒhrt, da der Lastwagenhersteller Krupp eine Typenbezeichnung Mustang fĂŒr einen Lastwagen eingetragen hatte. So wurden alle Ford Mustang Modelle, die nach Deutschland geliefert wurden mit der internen Werksbezeichnung T5 umbelabelt. Auch wurden die Frontscheinwerfer umgebaut, um den europĂ€ischen Regularien zu entsprechen. Ferner verwendete man spĂ€ter die StoßdĂ€mpfer aus dem Shelby Mustang um das Fahrwerk besser an die deutschen StraßenverhĂ€ltnisse anzupassen.
Eine ganze Generation Amerikaner wuchs mit dem Gedanken auf, dass der coolste Typ der Stadt immer einen Mustang fuhr. Mustangs waren immer unwahrscheinlich populÀr. Schon in den ersten Monaten seiner Existenz wurden dank einer einzigartigen Werbekampagne zigtausende von Fahrzeugen verkauft. Im ersten Jahr waren es mehr als eine Millionen.

Heute ist der Markt fĂŒr Mustangs deswegen so interessant, weil es praktisch keine Probleme in der Ersatzteilbeschaffung gibt.

Zu den begehrtesten Mustang Oldtimern gehören die Wagen der ersten Generationen, das sind die Baujahre 1964 – 1966. Die beliebtesten Karosserie-Varianten sind der Fastback und das Cabrio.

Von weitem unterscheidet sich ein 1964, 1965 oder 1966 kaum vom anderen. Doch um ein möglichst originales Fahrzeug zu erkennen, sollte man wissen, dass das Instrumentenbrett beim 1965 lÀnglich ist, wÀhrend beim 66er die Instrumente rund gefasst sind.
Auch am Grill kann man das Baujahr eines Originals erkennen. Der 65er hat einen Grill mit einem Chrom Querbalken, der 66er Mustang hat durchgezogene Linien.
Bei den CoupĂ©s war das Grundmodel weit verbreitet. Die große Bandbreite an Sonderausstattungsmöglichkeiten beschert uns heute eine Vielzahl von Varianten in der Innenausstattung. Das „Pony Interieur“ zĂ€hlt zur Top-Variante. Die gab es nur fĂŒr den 1965 und den 1966 Mustang. Die Ponys sind in die Sitzlehnen geprĂ€gt, außerdem zieren mit Holz verschönte Elemente TĂŒren und Armaturenbrett.

Auch im Bereich der Motoren gab es wie bei der Innenausstattung Wahlfreiheit. Von der relativ schwachbrĂŒstigen 2,8 Liter Maschine bis zum 4,7 Liter Motor mit 289 Cubic inches. Wer auf sich hielt rĂŒstete seinen Mustang auch gerne mit einer noch stĂ€rkeren Maschine auf, wie dem hier verwendeten 5,8 Liter Windsor Motor mit 351 Cubic Inches.

1965 stellte Ford die GT Variante als Hochleistungsfahrzeuge vor. FĂŒr Mustang Fans ein absolutes Highlight.

Vom Ur-Mustang wurden 1,293 Millionen Exemplare, davon 112.600 Fastback-Coupés und 174.000 Cabriolets gebaut.