Apal Jet Buggy


Was könnte im Sommer fĂŒr mehr gute Laune sorgen, als eine Fahrt im offenen Wagen! Eine frische Brise um die Nase und schon ist der Spaß im Volkswagen Apal Jet Buggy perfekt.

1962 gestaltete Bruce Meyers in Kalifornien den ersten Beach Buggy. Als Basis diente eine gekĂŒrzte Chassis Plattform des Volkswagen KĂ€fers. Darauf wurde eine Kunststoff-Karosserie ohne TĂŒren und Verdeck gesetzt. An der Hinterachse wurden mĂ€chtige Breitreifen angebracht und der Motor stand martialisch aus dem Heck des Buggys.
Ein Buggy hatte ein herausragendes Leistungsgewicht und damit war ein neues Spaßmobil geboren und die Meyers konnte den „Manx“ – wie er ihn nannte – rund um den Globus verkaufen. Überall tauchten an den StrĂ€nden die Buggys in den SanddĂŒnen auf. LebensgefĂŒhl einer ganzen Generation.
Auch in Europa kam der neue Trend schnell an und viele Hersteller hatten sich auf den Vertrieb von eigenen Buggy BausÀtzen spezialisiert. Wie viele Hersteller solcher BausÀtze existierten, lÀsst sich heute nicht mehr beziffern. Wer es sich einfacher machte, kaufte sich einen fertig montierten Buggy. So wie dieser Volkswagen Apal Jet, der im Belgischen Automobil Werk Apal entstanden ist. Apal, Application Polyster Armé de Liége s.a.r.l, ist eine belgische Automobil Manufaktur, die sich vor allem auf Kunststoff Karosserien spezialisiert hat.
AuffĂ€llig am Apal Jet ist die offene keilförmige Form der Kunststoff-Wanne. Sie harmoniert mit dem bissigen Fahrverhalten des Apal, denn er sprintet aus dem Stand von 0 auf 100 km/h in 9 Sekunden. Angetrieben wird der Apal durch einen 1750ccm Vierzylinder-Boxer-Motor mit 85 PS. Das Leergewicht betrĂ€gt nur 630 Kilogramm, etwa 300 Kilogramm leichter als ein SerienkĂ€fer. Damit erreicht der Apal auch eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 150 km/h. Der Motor sitzt unter einer kleinen Klappe am Heck. Die Schutzgitter ĂŒber dem WĂ€rmetauscher und AbgaskrĂŒmmer sind eine Sicherheits-Vorschrift in Deutschland geschuldet.
Der Innenraum ist sehr spartanisch und nur auf das Nötigste eingerichtet. Vorne zwei wasserfeste Schalensitze, hinten nur zwei Sitzschalen, die in die Kunststoffwanne integriert sind. Am Ein- und Aussteigen erkennt man den geĂŒbten Buggy Fahrer, denn TĂŒren gibt es keine. Der Fahrer muss ĂŒber die Seitenholme steigen und sich ins Fahrzeug gleiten lassen.
Um sich vor einem plötzlichen Regenschauer zu schĂŒtzen, musste man entweder entsprechend schnell fahren oder die Persenning ĂŒber den Fahrerraum ziehen.