65 Jahre Champion 400


Auf der Automobilausstellung in Berlin feierte 1950 der „Champion 400″Kleinwagen sein DebĂŒt. 1951 ging er dann in Produktion.

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Er war der Nachfolger des winzigen Champion 250 und wurde bei der Champion Automobilwerk GmbH in Paderborn, einer Tochtergesellschaft des Benteler-Konzerns gebaut. Entwickelt wurde er von dem frĂŒheren BMW-Ingenieur Hermann Holbein, der auch Mitgesellschafter und Leiter des Champion-Werks wurde. Benteler war ein bedeutender Lieferant der Automobilindustrie. Sehr bald befĂŒrchtete er von seinen großen Kunden boykottiert zu werden und trennte sich trotz sehr guter Verkaufszahlen der Wagen von Champion und Holbein.
Der zwischen 1950 und 1955 5100 mal gebaute Champion 400 basiert auf einem Zentralrohrrahmen mit 1,80 m Radstand. Die gelungene Karosserie wurde bei Drautz mit nur wenigen Preßwerkzeugen kostengĂŒnstig gefertigt und bietet mit 1,50 m schon fast die Breite der damaligen Mittelklasse-Wagen. WassergekĂŒhlte Zweitakt-Zweizylindermotoren von ILO bzw HEINKEL mit 14 bzw 15 PS brachten den Kleinwagen ĂŒber ein unsynchronisiertes Dreiganggetriebe auf 85 bzw 9o km/h.
Mit der robusten Gummi-Torsions-Federung ist der Champion 400 sehr komfortabel ausgelegt. Dies bringt auch den Verzicht auf StoßdĂ€mpfer an der Pendelachse mit sich und die Möglichkeit auf einfache Weise die Sturz-Einstellung zu Ă€ndern.
Genial ist auch die Mechanik der voll versenkbaren Seitenfenster. Die HĂ€lfte der runden Scheibe dreht sich um eine einfache Drehmechanik. Beachtlich ist auch, dass der Champion 400 bereits mit Hydraulikbremsen und einer Zahnstangenlenkung ausgestattet wurde. Er wollte der „Luxuskleinwagen“ seiner Zeit sein und siegte 1952 sogar bei der Deutschlandfahrt.

 

 

 

 

 

 

Technische Angaben und Abmessungen

Motor:
Zweizylinder-Zweitaktmotor ILO WE 2/200 C; Bohrung: 61 mm, Hub: 68 mm, Hubraum 398ccm; Verdichtung: 5,78:1; Leistung: 14 PS bei 3500 U/min, Luftfilter mit Ansaug-GerĂ€uschdĂ€mpfer, Frischöl-Mischungs-schmierung, MischungsverhĂ€ltnis: 1:25, Solex-Fallstromvergaser, Membran-Kraftstoffpumpe, Thei mosiphon-WasserkĂŒhlung mit GeblĂ€se, Noris Batterie-LichtzĂŒndmaschine, Batterie: 6 Volt, 50 A/h, Anlasser: Bosch CD 0,3/6

Fahrgestell:
Zentralrohrrahmen,hydraulischeVierradfußbremse, mechanische Handbremse, Zahnstangen-Einzelrad-Lenkung, Wendekreisdurchmesser: 8,5 m, EinzelaufhĂ€ngung der Vorder-und HinterrĂ€der, GummitorsionsfeÂŹderung, Bereifung: 4,25x 15, Einscheibentrockenkupplung, GetriebeĂŒberse^-ung: 1.Gang3,9, 2.Gang2,13, 3.Gang 1,3, RĂŒckwĂ€rtsgang4,52, Kegeltrieb3,88

Aufbau:
Ganzstahlkarosserie, Klappverdeck, verstellbare Vorderste, BlinkÂŹlicht-Richtungsanzeiger, Doppelscheibenwischer, Tachometer, KontrollamÂŹpen fĂŒr Batterieladung, Richtungsanzeiger u. Fernlicht, Abblendfußschalter, ganz zu öffnende TĂŒren-Drehfenster, die zugfreie BelĂŒftung gewĂ€hrleisten, Handschuhkasten, RĂŒckblickspiegel, verschließbare GepĂ€ckraumhaube, Reserverad, Werkzeug und Wagenheber unter der vorderen Haube

Abmessungen:
LÀnge: 3200mm, Breite: 1500mm, Höhe: 1300 mm, Radstand: 1800 mm, Spurweite: vorn 1200mm, hinten 1150 mm, Bodenfreiheit: 200mm, Eigengewicht: 495 kg, Zuladung: 250 kg, Tankinhalt: 24 1, Tankreserve: 4 1
Höchstgeschwindigkeit: 85 km/std
Kraftstoff norm verbrauch: 4,5 1 auf 100 km
Technische Daten auf einen Blick:
Champion 400
Karosserie: zweisitziges Cabriolet (Drauz)
Motor: Ilo 398 ccm 2 Zylinder, Zweitakt
Bohrung: 61 mm
Hub: 68 mm
PS / Umin: 14 / 4000
Verdichtung: 1:6,78
Kupplung: Einscheiben
Schaltung: 3 Gang Getriebe
Reifen: 3,25 – 16
Maße: 3180 / 1470 / 1300
Radstand: 1800 mm
Leergewicht: 495 kg
Spitzengeschwindigkeit: 80 – 85 Km/h
Verbrauch: 4,5 liter