Amilcar CGS Special


Man bezeichnete sie auch als „the poor manÂŽs Bugatti“ (des armen Mannes Bugatti), doch die Marke französische Amilcar war ebenso erfolgreich und brauchte nicht in den Schatten der großen Bugattis rĂŒcken.

Sehen Sie hier das exklusive Video zu dem Amilcar CGS Special

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Die Hochleistungstechnik der Amilcar-Rennwagen soll auch Ettore Bugatti fĂŒr seine frĂŒhen Modelle inspiriert haben.
Die in Paris gegrĂŒndete Firma Amilcar spezialisierte sich auf Kleinwagen. Die RĂ€der waren zumeist auf Motorrad-Felgen aufgebaut. Deshalb bezeichnet man die Fahrzeuge auch als im Englischen Cyclecars.
Als Markenzeichen dient Amilcar der Pegasus. Der Markenname ist ein Anagramm aus den Namen der beiden GrĂŒndern Emil Akar und Edmond Moyet.

 

 


Hergestellt wurden bei Amilcar Chassis und die Motoren. Die Karosserien wurden meist vom Kunden bei einem entsprechenden Karossier geordert. Die CGS Modelle, das KĂŒrzel fĂŒr die Grans Sport Modelle, wurden ab 1923 gebaut. WĂ€hrend die ersten Amilcar Motoren noch Anlass zur Kritik gaben, waren die neu ĂŒberarbeiteten 1100 ccm Reihen-Vierzylinder-Motoren wesentlich besser entwickelt und zeigten sich zuverlĂ€ssiger. Der Zylinderkopf wurde etwas vergrĂ¶ĂŸert um den Wasserdurchfluss fĂŒr die KĂŒhlung etwas zu verbessern. Mit der Leistung von ca. 30 PS bei 3600 U/min erreicht der kleine Sportler eine Höchstgeschwindigkeit von knappen 110 km/h. Damit konnte das Amilcar durchaus mit den Konkurrenten auf der Rennstrecke mithalten. Doch ein wirklicher Rennerfolg stellte sich nicht ein. Doch dies tat dem erfolgreichen Absatz der CGS Modelle kein Abbruch. Denn auch private Rennfahrer oder Liebhaber schneller Fahrzeuge kauften sich ein Amilcar Grand Sport.

 

 


Der Rahmen wurde im Vergleich zu den VorgĂ€ngermodellen noch mit einer X-Verstrebung versteift. Das Fahrwerk ruht vorne und Hinten auf halbelliptischen Blattfedern. FĂŒr die bessere KĂŒhlung wurden die Bremstrommeln mit KĂŒhlriefen versehen. Die vorderen Bremstrommeln wurden aufgrund der höheren Belastung etwas vergrĂ¶ĂŸert.
Das Amilcar kam auch durch einen unglĂŒcklichen Umstand zu Ruhm. Die berĂŒhmte TĂ€nzerin und Choreographin Isadora Duncan verstarb 1927 tragisch in einem Amilcar. Der italienische Rennmechaniker Benoit Falchetto nahm Isadora Duncan in seinem Amilcar mit auf eine Spritztour in Nizza. Dabei verfing sich der lange Seidenschal Isadora Duncans in dem Hinterrad des Amilcar und die TĂ€nzerin wurde aus dem Auto gerissen und mitgeschleift.
Das kurze Boattail-förmige Heck ist typisch fĂŒr die Rennfahrzeuge. Dies sollte die Aerodynamik begĂŒnstigen. Man fand die Amilcar CGS Rennwagen in den 20er und 30er Jahren auf allen berĂŒhmten Rennstrecken der Welt, in Le Mans, Brooklands und auch auf den bekannten Strecken in den USA. Doch leider konnten sie keine relevanten Siege einfahren.

Die Rechte der Produktion wurden ab 1924 auch an Italien, Großbritannien und Deutschland abgegeben.

Dieser Film entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit www.chiemseeclassiccars.de