Austin Seven „Nippy“ – Sparsamer Mini Racer mit Potential


Auch berühmte Rennfahrer fingen klein an und sammelten mit modifizierten Serienfahrzeugen ihre ersten Erfahrungen auf der Rennstrecke. Ein beliebtes Vehikel war in den 1920er Jahren der Austin Seven mit seinem 747 ccm Vierzylindermotor.

Sehen Sie hier das exklusive Video über den Austin Seven Nippy Baujahr 1934

Colin Chapman, der Gründer von Lotus, baute seinen späteren Erfolg auf einen Austin Seven Ulster in der Formel 750 auf einem modifizierten Serien-Austin auf.
Bis in die 20er Jahre waren kleine günstige Automobile nur als sogenannte „Cycle cars“ erhältlich. Diese Fahrzeuge basierten eher auf der Technik von Motorrädern, mit Einzylinder- oder V2-Motoren und einem sehr einfachen leichten Karosserieaufbau. Der Antrieb lief über Riemen oder Ketten auf die Hinterachse.
Mit dem Austin Seven stellte die Austin Motor Company 1923 erstmals eine Alternative zu den „Cycle cars“ vor. Diese günstigen Kleinstwagen mit vier Sitzplätzen und allen technischen Grundzügen der großen Austins waren sehr beliebt, weil günstig und innerhalb von 10 Jahren wurden über 290 000 Fahrzeuge verkauft.


Durch das geringe Gewicht von knapp 340 kg (bei den Limousinen), wurden bald einige der Austin Seven Modelle für den Rennsport umgebaut. Bereits ab 1924 gab es Ulster Umbauten mit einem Kompressor unterstützten Motor. Die Austin Seven Ulster Racer brachten es bereits auf eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 120 km/h. Ab 1934 wurden die die Chassis tiefer gesetzt und die Räder von 19“ auf 17“ verkleinert. Die perfekte Basis um auf diese Rahmen auch leichtere Karosserie-Aufbauten zu setzen.
Etwa 105 km/h erreichten die ab 1933 gebauten Austin Seven „Nippy“ 65 Modelle. Der Begriff „Nippy“ sollte die liebevoll seine Beweglichkeit und Größe beschreiben und 65 steht für die Höchstgeschwindigkeit 65 mph (Miles per hour = ca. 105 km/h). Die viertel Meile schafften die „Nippy´s“ in ca. 27 Sekunden. Diese sportlichen Zweisitzer waren mit einem 747 ccm Vierzylindermotor mit 23 PS ausgestattet. Für das Kraftstoff-Luft-Gemisch sorgt ein Zenith Fallstromvergaser.
Trotz ihrer Leistung sind Austin Seven Nippy Modelle sehr sparsam. Der Verbrauch liegt bei ca. 5 Liter auf 100 Kilometer.
Der zweisitzige Karosserieaufbau ist zum Teil aus Aluminium gefertigt, um Gewicht einzusparen. Selbst am Berg zeigen sich die kleinen Sportler sehr kraftvoll.
In den vier Jahren Bauzeit zwischen 1933 und 1937 wurden 682 Modelle der Austin Seven Nippy Modelle gebaut.

 

Der Besitzer dieses Austin Seven „Nippy“ ist einer der Gewinner eines „Fahrzeug Portraits“ bei Classic-Car.TV aus der Verlosungs-Aktion.