Cheetah GT – Der Cobra Killer


Trotz seiner freundlich wirkenden Front steckt hinter dem Cheetah GT ein reinrassiger JĂ€ger, denn nicht ohne Grund wurde der Cheetah GT auch als Cobra Killer bezeichnet, denn er sollte den schnellen Shelby Cobras auf der Rennstrecke den Garaus machen.

DafĂŒr erhielt der Erschaffer dieser Kraftpakete, Bill Thomas, ein Rennmechaniker aus Anaheim/Kalifornien Anfangs die gesamte UnterstĂŒtzung von Chevrolet. Bill Thomas baute 1963 zusammen mit seinem Werkstattchef Don Edmunds den ersten Prototypen des Cheetah GT, allerdings noch mit einer Aluminium Karosserie. Die Teile fĂŒr das Fahrzeug wurden von Chevrolet ĂŒber General Motors zur VerfĂŒgung gestellt. Bei Testfahrten mit dem Cheetah GT Prototypen stellten sich der Rennbolide als der Konkurrenz gewachsen heraus. Er könne die Cobras auf der Rennstrecke sicher besiegen.
General Motors wollte die Homologation des Cheetah GT bei der FIA erhalten und somit mussten 100 Exemplare gebaut werden. Daher lieferte General Motors einige Paletten an Material.
Als Basis dient ein sehr leichter Gitterrohrrahmen aus Aluminium. Der Motor ist sehr weit hinten eingebaut. Daraus resultiert, dass das Getriebe direkt mit dem Differential verbunden ist. Eine Kardanwelle wurde nicht benötigt. Die Beine des Fahrers und Beifahrers liegen in einem Schacht unter den AuslasskrĂŒmmern. Eine sehr heiße Angelegenheit, denn trotz Hitzeisolierung wird es in dem Schacht extrem heiß.
Die Serien Cheetahs besitzen eine Kunststoff Karosserie, die auf das Minimum reduziert ist. Die FlĂŒgeltĂŒren werden nach oben geklappt und zum offen halten eine Stange eingeklemmt. Insgesamt wiegt der Cheetah GT rund 690 Kilogramm und die verwendeten Motoren besitzen rund 500 PS. Damit wĂ€ren Geschwindigkeiten ĂŒber 350 km/h möglich, doch die Gewichtsverteilung von 55% auf die Hinterachse macht das Steuern des Chetah nicht leicht. Ohne Frontspoiler sogar bei höheren Geschwindigkeiten wegen fehlendem Downdraft sogar unfahrbar.
Das hier gezeigte Modell ist eines der rund zehn Modelle, die nach 1965 durch eine Partnerfirma von Bill Thomas aufgebaut wurde. Unter der Motorhaube arbeitet daher ein 6,3 Liter Chevrolet Small Block mit modifizierter Kurbelwelle.
Im September 1965 brannte die Werkstatt von Bill Thomas ab. Zugleich hatte einige Monate zuvor die FIA die Mindestexemplare an straßentauglichen Fahrzeugen auf 400 hochgesetzt. Deswegen zog General Motors sein Engagement in die Fertigung des Cheetahs zurĂŒck. Insgesamt wurden mit den zwei Prototypen bis dahin 11 Exemplare gebaut. Zu einem direkten Rennen mit den Cobras kam es nie.