Ford V8 Indianapolis 500 Racer


Kaum ein Motor prĂ€gte die amerikanische Automobil-Geschichte, wie der Ford V8 Motor, auch „Flathead“ genannt. Mit dem 1932 erstmals vorgestellten kraftvollen 8-Zylinder Motor begann eine neue Ära der Renn-Geschichte.


Sehen Sie hier das exklusive Video ĂŒber den Ford V8 Indianapolis 500 Racer.

Privatpersonen bauten sich eigene Rennfahrzeuge und begaben sich mit diesen auf Straßenrennen oder offizielle Rennstrecken.

Am 26. August 1933 gewann Fred Frame mit seinem modifizierten Ford V8 „Stock Car“ das Elgin, III, Straßenrennen. Dieses Rennen war das erste Elgin Rennen nach 1920, als das Rennen letztmals stattfand. Doch auch das Rennen 1933 wurde letztmals ausgetragen. Die 7 fĂŒhrenden Positionen belegten Ford V8 Fahrzeuge.
Sechs Monate spĂ€ter gewann Stuby Stubblefield mit einem Ford V8 das Gilmore Gold Cup Rennen in Mines Field – einem Flughafen im kalifornischen Long Beach. Von 26 teilnehmenden Fahrzeugen waren 22 Ford V8 angemeldet. Die ersten zehn ZieleinlĂ€ufe wurden von Ford V8 Rennwagen belegt.

Über den gesamten Nordamerikanischen Kontinent wurde immer mehr Rennveranstaltungen ausgetragen. Rennorganisationen, wie „East Coast road racing“, nach dem 2. Weltkrieg als „Sports Car Club of America „ bekannt und die von Bill France Sr. gegrĂŒndete NASCAR wurden gegrĂŒndet. Auch international, wie in Le Mans, zeigten sich immer mehr Ford V8 Fahrzeuge.


Henry Ford wollte 1935 nun auch offiziell ein Ford V8 Werksfahrzeug bei einem Rennen starten lassen. Er entschied sich fĂŒr das Rennen in Indianapolis 500.
1935 traten Preston Tucker und Harry Miller mit dem Vorschlag ein Werksteam von 10 Ford V8 bei dem weltberĂŒhmten Indianapolis 500 Rennen starten zu lassen an Henry Ford heran. Henry Ford entschied sich fĂŒr ein Werksteam. Die von Miller entwickelten und entworfenen Ford V8 Rennwagen sahen beeindruckend aus. Doch kamen von den 10 gestarteten Fahrzeugen nur 4 Fahrzeuge durch das Ziel, da der AuspufkrĂŒmmer zu nah an der Lenkverbindung saß und damit die Fahrzeuge wĂ€hrend des Rennens lenkunfĂ€hig wurden. Ford verabschiedete sich fortan von der Idee, Werkteams bei Rennen starten zu lassen.
Doch die Indy 500 Fahrzeuge waren fortan ein Vorbild fĂŒr andere Rennteams und es starteten immer mehr Ford V8 bodied Rennfahrzeuge in Indianapolis.

Das hier gezeigte Modell ist ein Ford V8 Indy 500 Monoposto Rennfahrzeug wie es in Indianapolis zu sehen war. Ein 3,8 Liter V8 Motor mit zwei Holley Vergasern erzeugt eine Leistung von 84 PS. Damit erreicht der Monoposto mit seiner leichten Aluminium Karosserie eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 147 km/h. Ähnliche Rennfahrzeuge mit einem Umbau von Miller erreichten seinerzeit ĂŒber 180 km/h. Ein 3 oder 4-Gang Getriebe bringt die Leistung auf die Hinterachse. 20 Zoll SpeichenrĂ€der waren fĂŒr die Rennfahrzeuge obligatorisch. Sie ersetzten die schweren Stahlfelgen.

Die Karosserie ist auf einen massiven Leiter-Rahmen aufgebaut. Aufgrund der einfachen Konstruktion, dienen die Ford V8 Chassis noch heute fĂŒr etliche Hot Rod Aufbauten, wie sie auch bereits in den 50er Jahren gebaut wurden.

 

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