Glas Googomobil 250 TS – Der kleinste Sportwagen der Welt


Eigentlich sieht es aus, wie vom Kinderkarussell gefallen, das Glas Goggomobil 250 TS Coupé. Doch steckt hinter diesem Kleinstwagen aus den 50er Jahren viel mehr als nur ein puristisch anmutendes Fortbewegungsmittel.


Sehen Sie hier das exklusive Video ĂŒber das Glas Goggomobil CoupĂ©.

Die Zeit des Wirtschaftsaufschwungs der 50er Jahre brachte es mit sich, dass jedermann den Wunsch hegte, sich mittels des Automobils fortzubewegen. Die Kleinstfahrzeuge, vorzugsweise bis 250 Kubik, kamen da gerade recht, denn diese durfte mit einem damaligen FĂŒhrerschein der Klasse 4 (Motorrad-FĂŒhrerschein und Fahrzeuge bis 250 ccm) ohne praktische PrĂŒfung gefahren werden.
Motorroller Produzent Hans Glas erkannte diese Nachfrage und reagierte prompt und stellte 1954 auf der Kölner Internationalen Fahrrad und Motorrad Ausstellung das erste Glas Goggomobil vor. Diese kleine 4-sitzige Limousine, angelehnt an das Design großer Automobile, ging ab 1955 in Produktion.

Neben der Limousine prĂ€sentierte Glas ab 1957 auch ein sehr sportlich anmutendes CoupĂ© mit einer niedrigen Dachlinie. Beide Modelle wurden mit den Motorenvarianten mit 250 ccm, 300 ccm und 400 ccm ausgeliefert. Mit dem 400 ccm Motor und dessen 20 PS erreichten die Fahrzeuge sogar eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 100 km/h und brachten es zu der Ehre, als mit die kleinesten Sportwagen der Welt bezeichnet zu werden. AuffĂ€llig ist bei den CoupĂ©s die große Heckscheibe. Die frĂŒhen Modelle weisen noch an der B-SĂ€ule angeschlagene TĂŒren auf. Erst ab 1964 sind die TĂŒren an der A-SĂ€ule angeschlagen.
Das hier gezeigte Goggomobil Modell besitzt einen 250 ccm Heckmotor und leistet damit 13,5 PS und bringt das rund 460 kg schwere CoupĂ© auf eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 74 km/h. Dennoch bewĂ€ltigt das Goggomobil jegliche Hindernisse und Steigungen, frei nach dem damaligen Werbeslogan „ Er wohnt in MĂŒnchen, sie in Kiel
 Lösung klar: Goggomobil“!