Hudson Hornet 4-Door Sedan


Die Hudson Motor Car Company baute von 1909 bis 1954 Automobile. Ziel des Finanziers Josef L.Hudson, der sein Geld mit einem großen Department Store gemacht hatte, war es ursprĂŒnglich ein gĂŒnstiges Automobil anzubieten, das unter 1000 Dollar kosten sollte.

SpĂ€ter fertigte man Mittelklassenfahrzeuge. In Sachen technischer Fortschritt darf Hudson ein paar Innovationen auf seine Fahne schreiben wie zum Beispiel den elektrischen Anlasser, Kontrollleuchten fĂŒr Öldruck und Lichtmaschine oder auch die ausgewuchtete Kurbelwelle.

1951 stellte Hudson das Modell „Hornet“ der Öffentlichkeit vor. Der Hornet besticht durch eine aerodynamisch geformte teilselbsttragende „Monobilt“ Karosserie, die Hudson als „Stepdown Body“ bezeichnete. Anstatt die Stahlkarosserie auf einen Leiterrahmen aufzulegen, wurde die Karosserie zum Teil in den Rahmen eingearbeitet. Der Passagier muss daher beim Einsteigen in die tiefergelegene Stahlwanne zwischen den Rahmenspannten einsteigen. Die Karosserie wurde fest mit dem Rahmen verbunden.

Auch die geschlossenen RadlĂ€ufe ĂŒber den HinterrĂ€dern sind der besonderen Karosserie geschuldet. Der Hudson liegt durch die Stepdown Karosserie sehr tief und umschließt damit die HinterrĂ€der. Dies begĂŒnstigt natĂŒrlich die Aerodynamik des Hornets. Die fĂŒr die 50er Jahre hochmodernen HeckflĂŒgel sind nur angedeutet. Das Heck fließt in einer weichen Kurve aus.

Unter der langegezogenen Motorhaube arbeitet der extrem laufruhige 5-Liter Reihen-Sechszylinder-Motor. Der Hudson H-145 L-Head 5-Liter Motor galt damals als der Reihensechszylinder-Motor mit dem grĂ¶ĂŸten Hubraum pro Zylinder weltweit. Ab 1953 war zusĂ€tzlich, die aus dem Rennsport inspirierte Twin-H-Power Doppelvergaser-Anlage, erhĂ€ltlich. Damit erreicht der Hudson Hornet eine Gesamtleistung von 170PS und eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 180 km/h. Wer nun einen Amerikaner mit schwammigen Fahrverhalten erwartet, liegt falsch. Der Hudson Hornet ist durch seinen tiefen Schwerpunkt und trotz seinem Radstand von 3150mm sehr spurstabil und fĂ€hrt extrem ruhig. Der Hornet gleitet regelrecht dahin.

Styling und Design des Hudson Hornet sind der Zeit entsprechend mit viel Chrom-Elementen ausgestattet. Seitlich am Fahrzeug findet man das Emblem mit dem H im Zeppelin und den Hornet Schriftzug. An der Spitze der Motorhaube sitzt das beleuchtete Hudson Emblem. Das Armaturenbrett weist typische Artdeco-Elemente auf, wie den Schalthebelknauf und die großen Uhrenanzeigen. Links im Fenster befindet sich ein Prisma, mit dem man die Ampel beobachten kann, denn trotz der großen Fenster ist der Hudson Hornet nicht sehr ĂŒbersichtlich. Dieses Prisma war eine Zusatzoption.

Im Rennsport waren die „Hornissen“ nicht zu schlagen. Weltbekannt wurden die NASCAR Rennfahrer in ihren „Fabulous Hudson Hornet“ Stock Cars, die direkt durch die Hudson Motor Company unterstĂŒtzt wurden. Insgesamt konnten die neun Werksrennfahrer in drei Jahren 108 Siege einfahren.

Im Modelljahr 1953 liefen rund 24.800 Hudson Hornet Modelle als Cabriolet, CoupĂ© und Limousine vom Band. Die Firma Hudson ging ab 1955 in AMC (American Motor Company) ĂŒber. Sie hießen fortan Rambler, wurden aber 1957 eingestellt.

Heute sind vor allem die Hudson Hornets der ersten Generation gefragte Sammlerfahrzeuge. Die 1951 – 1954 Modelle zĂ€hlt Oldtimer-Experte Jay Leno zu den „Top 10 der US-Sammlerfahrzeuge“. Den legendĂ€ren Ruf verdienten sich die Fahrzeuge durch ihren unermĂŒdlichen Einsatz bei den Nascar Races. Zu den Liebhabern eines Hudson Hornets gehörte auch Schauspieler Steve McQueen.