JubilĂ€um – 60 Jahre Chevrolet Corvette


Auf der General Motors Motorama Show 1953 in New York wurde im januar 1953 erstmals das neue Sportcabriolet von Chevrolet vorgestellt, die Corvette. Noch wurde der neue Sportwagen unter dem Codenamen XP-122 vorgestellt.

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Das Publikum war so begeistert, dass bereits im selben Jahr eine auf 300 Exemplare limitierte Produktion dieses 2-sitzigen Sportwagens begann. Die ersten Roadster wurden in Weiss mit roter Innenausstattung aus Leder ausgeliefert.
Gezeichnet wurde die spĂ€tere amerikanische Stilikone von Harley Earl. Es war das erste zweisitzige Cabriolet der Nachkriegszeit und sollte beweisen, dass auch in den USA erfolgreiche Sportwagen gebaut werden können, denn bis zu diesem Zeitpunkt dominierten die 2-sitzigen Sportler aus Europa den Nordamerikanischen Markt. Doch die Entwicklungskosten mussten gering gehalten werden und so baute Harley Earl auf eine revolutionĂ€re Karosserie aus Fiberglas auf einem festen Stahlchassis. Eine sehr aufwendige Produktionsweise, die sich eigentlich nur fĂŒr eine kleine Anzahl von Fahrzeugen eignet. Dieser Faktor und auch der aus der Not heraus verwendete 3,8 Liter Vorkriegs-Sechszylinder-Motor aus einem Chevrolet Pickup stellte die Corvette bereits nach zwei Jahren auf die Kippe.
Die Leistung des Motors brachte den Sportler mit viel MĂŒhe auf gerade einmal knappe 170 km/h und so konnte die Corvette keinesfalls es mit der Konkurrenz aus England und Italien aufnehmen. Chevrolet musste reagieren und so brachte der Konzern 1958 die neue Generation der Corvette mit einem anfangs 4,3 Liter V8-Motor auf den Markt.
Wie ein Haifisch zeigt die Corvette nun ihre ZĂ€hne. Der V8 Motor mit satten 230 PS macht die Corvette zu einem Raubtier. Nicht umsonst wird sie auch „Widowmaker“ genannt! 9670 Corvettes wurden vom Typen C1 59-60 im Jahre 1959 produziert.


Mit einem V8 Motor, 283 Kubik, 270 PS und dem 4fach Vergaser ausgestattet, war und ist die Corvette ein Ă€ußerst sportliches Fahrzeug. Man bezeichnete die Corvette als sportlichstes US produziertes Fahrzeug zu der Zeit. Einzig das Fahrwerk lĂ€ĂŸt zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Der zu weit nach hinten gelegte vordere Radstand und das viel zu geringe Fahrzeuggewicht auf der Hinterachse machen das Fahrzeug bei falscher Bereifung zum „Widowmaker“, dem Witwenmacher. So der liebevolle aber ernstzunehmende Spitzname der Corvette. Bei so viel Antriebskraft, muss der Fahrer mit viel Bedacht in die Kurven fahren.
Die neue Pallete der Corvettes hatte allerdings auch einen 290 PS starken Motor im Programm.
1958 wurde die erste Corvette Generation optisch stark ĂŒberarbeitet. AufhĂ€ngung und Chassis waren im Grunde gleich geblieben, nur am Ă€ußeren Design verĂ€nderte Bill Mitchell einiges, damals neuer Direktor von GM (General Motors) Styling.
Das Chassis wurde verbreitert und verlĂ€ngert. Es kamen die Doppelscheinwerfer hinzu. Weichen mussten die legendĂ€ren Flossen am Kofferraum, die Chromverzier- ungen auf der Motorhaube. Einzig der legendĂ€re „Hai- Fischmaul“ KĂŒhler ist geblieben.
GrĂ¶ĂŸere VerĂ€nderungen an den Armaturen und dem Armaturenbrett wurden vorgenommen. Alle Uhren erhielten konvexe GlĂ€ser, um Spiegelungen zu reduzieren, sogar zu vermeiden. Auf dem Tacho wurden Warnsignale integriert.
Hinter dem Haltegriff am Armaturenbrett kann ein Corvette Schriftzug hinzu.
Das vollsynchronisierte 4-Gang Getriebe ist leicht zu schalten. Neu ist an der 59er Corvette der T-Knauf, mit dem man den RĂŒckwĂ€rtsgang sehr weich einlegen kann. Dies war bei den vergangenen Corvettes meist ein großes Problem.
Sonderausstattungen der Corvettes war optional elektrische Fensterheber, ein hydraulisches System um das Faltdach beim Öffnen und Schließen zu heben und man konnte an ein und demselben Fahrzeug sich Hardtop und Faltdach mitliefern lassen.