Marmon Straight 8 Racer


Der erste Marmon wurde 1902 in Indianapolis bei Nordyke und Marmon gebaut. Sie bewiesen bereits mit ihrem luftgekĂŒhlten V2 Motor von 1902, dass Marmon technisch sehr innovativ war.


Sehen Sie hier das Video ĂŒber den Marmon Straight Eight Racer.

BerĂŒhmt wurde Marmon allerdings erst 1910 durch den sensationellen Sieg von Ray Harroun bei dem allerersten Indianapolis Rennen auf einem Marmon Wasp Racer.
Die folgenden Jahrzehnte bescherten Marmon durch diesen und weitere Erfolge eine erfolgsversprechende Firmenhistorie. 1926 wurde die Firma umstrukturiert und die Marmon Motor Car Company wurde gegrĂŒndet. Das erste Produkt dieser neuen Firmenkonstellation war der Marmon Straight 8. Das Herz dieser Serie war der 3 Liter 8 Zylinder Reihenmotor auf einem langen Rolling Chassis. Marmon Motoren galten als sehr zuverlĂ€ssig und leistungsstark. Man nannte Marmon „the masters of straight eight engines“ (die Meister der 8-Zylinder Reihen Motoren).

Um die Leistungen der 8 Zylinder Motoren unter Beweis zu stellen, setzte Marmon auf den weiteren Einsatz einiger wenigen Rennfahrzeuge beim 500 Meilen Rennen in Indianapolis. Auch der Rennstall Miller Racing setzte Marmons beim Indanapolis Race ein, sogar mehr Fahrzeuge als das Werksteam, wobei die Miller Fahrzeuge frontgetriebene Rennfahrzeuge waren.
Auch mit den Straight Eight Racern machte sich Marmon durch einige Rennerfolge einen guten Namen.
Bei dem hier gezeigten Fahrzeug handelt es sich um einen Ă€lteren sportlichen Aufbau auf einem originalen Marmon Rolling Chassis mit einem originalen 8 Zylinder Reihenmotor. Es war in den Vorkriegsjahren durchaus ĂŒblich, Limousinen in sportliche Rennfahrzeuge oder 2-sitzige Roadster zu verwandeln. Unter der Motorhaube wirkt ein 4,8 Liter Motor mit einer Leistung von 79 PS und erreicht damit eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 140 km/h, was fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse eine beachtliche Geschwindigkeit darstellt. Von 0 auf 80 km/h kommt der Sportler in 4,5 Sekunden.

Aber die Wirtschaftskrise der 30er Jahre und die zunehmende Konkurrenz auf dem Markt erreichte 1933 auch Marmon. Der Konzern verzeichnete enorme finanzielle Einbußen, was dazu fĂŒhrte, dass die Automobil-Produktion eingestellt wurde. Marmon konzentrierte sich fortan nur noch auf die HaupttĂ€tigkeit als automobiler Zulieferer.