Maserati Mexiko: Sportlich, luxuriös & selten


Die Geschichte des Maserati Mexico beginnt mit einem Crash. Senior Barosso, der mexikanische Besitzer eines Maserati Allemangno 5000 GT aus dem Fuhrpark des ehemaligen Mexikanischen PrÀsidenten Adolfo López Mateos

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hatte einen Unfall und brachte seinen geliebten Sportwagen nach Italien zu Maserati in die Reparatur. In der Werkstatt entdeckte Barosso den von Frua gebauten Prototypen des 2+2 CoupĂ©s. Barosso war wohlhabend, aber sparsam und schlau. Um fĂŒr den Neuwagen den mexikanischen Einfuhrzoll zu umgehen, ließ er die Karosserie des Prototypen auf das Fahrgestell seines 5000 GT aufbauen. Auf diese Art und Weise erhielt das „CoupĂ©â€œ seine Typenbezeichnung Mexiko und Barosso sparte sich ein nettes SĂŒmmchen.
Maserati hatte bereits zuvor fĂŒr den Aga Khan in Zusammenarbeit mit dem Autohaus König mit einem viersitzigen ZweitĂŒrer auf der Basis des Maserati Mistral experimentiert, aber das Ergebnis war unbefriedigend und man ließ die Idee erst einmal ruhen.
Gezeichnet wurde der Maserati Mexico von einem eher unbekannten Designer bei Frua namens Virginio Vairo. Doch entgegen der BefĂŒrchtungen kam die eher nĂŒchtern anmutende Gestaltung kam bei der PrĂ€sentation des Prototypen auf dem Turiner Automobilsalon 1965 sehr gut an. Maserati entschied sich dafĂŒr die Serienproduktion des Mexiko zu starten.


FĂŒr die Serienproduktion ĂŒberarbeitete Maserati das 2+2 CoupĂ© nochmals und designte eher eine 2-TĂŒrige 4-sitzige Limousine, die nun nur noch wenig an ein CoupĂ© erinnert. Doch wirkt der Entwurf nun wesentlich gefĂ€lliger und eleganter als der des Quattroporte. Die Kundschaft war begeistert von der sportlichen Anmut des Mexico. Die beiden Doppelauspuffrohre und Borani SpeichenrĂ€der sorgen außerdem fĂŒr das sportlichen Antlitz des Mexico.
Unter der langen Motorhaube wirkt ein 4,7 Liter V8 Motor mit 300 PS bei 5000 U/min. Damit erreicht der sportliche Viersitzer eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 240 km/h. Ein FĂŒnfganggetriebe ĂŒbertrĂ€gt die Kraft auf die Hinterachse.
Elektrische Fensterheber, ein verstellbares Lenkrad und getönte Scheiben gehörten zur Serienausstattung. Besonders stolz war man bei Maserati auf die serienmĂ€ĂŸige Klimaanlage, die es damals noch nicht einmal in einem Rolls Royce gab.
Der gerÀumige Innenraum wirkt sehr luxuriös. Lederausstattung, Holzapplikationen und eine edle Armaturen-Batterie runden das Bild purer Eleganz ab.