Portrait – BMW 501 V8


Bei seiner Weltpremiere 1951 auf der Internationalen Automobil Ausstellung hatte der BMW 501 zunÀchst einen schweren Stand. Dem BMW 501 brachte seine geschwungene Karosserieform bald den Namen Barockengel ein. Heute gilt er als ein Beispiel deutscher Automobilbaukunst seiner Zeit.

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ÜbermĂ€chtig schien das staatstragende Flaggschiff der jungen Republik, der Mercedes 300. Und obwohl die Journalisten in ihren Berichten ĂŒber den neuen BMW von der IAA schwĂ€rmten „vom Typ höchster Eleganz, die das BMW Gesicht wahrt“ und von der „FlĂŒssigkeit der Linie die sich bis in den großen Kofferraum fortpflanzt“ dauert es mit dem Siegeslauf des BMW 501 bis zum Beginn der Serienproduktion im Jahr 1952.

 

Leisten konnten sich den luxuriösen Wagen nur Unternehmer und der wohlhabende Mittelstand. Doch an der bildschönen Form erfreuten sich auch all diejenigen, die selbst stolz im Lloyd Hansa oder im kleinen nagelneuen Champion 400 durch die Welt tuckerten. Dem BMW 501 brachte seine geschwungene Karosserieform bald den Namen Barockengel ein. Heute gilt er als ein Beispiel deutscher Automobilbaukunst seiner Zeit.

RegulĂ€r wurden die 501 Modelle mit einem Reihen-6-Zylinder Motor ausgeliefert. 1954 erschien der mit einem 2,6 Liter V8 Motor ausgestattete BMW 502, Ă€ußerlich kaum vom 501 zu unterscheiden. Lediglich die seitlichen Chromleisten verraten, dass es sich um den BMW 502 handelt. Auf Wunsch wurden auch 501 -Modelle mit einem 2,6 Liter V8-Motor ausgestattet. NatĂŒrlich waren die V8 Versionen in ihrer Leistung den 6-Zylinder Modellen ĂŒberlegen.

Wer seinerzeit auf der Autobahn eines der eleganten GefĂ€hrte entdeckte, musste jeden Moment des Anblicks genießen, denn Leistungsstarke 95 PS bei 4800 U/min beschleunigen die rund 1500 kg schwere Limousine laufruhig auf ca. 160 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Laufruhe wird durch die Drehstabfederung unterstĂŒtzt.

 

Die Ausstattung des BMW 501 ist großzĂŒgig. Der Zeitgenosse von 1951 schrieb: „Dieser Reisewagen lĂ€sst fĂŒnf bis sechs Insassen bequem sitzen und die Vordersitze (zwei und ein Platz getrennt) bis in Schlafstellung umlegen.“ Die Polstersitze gibt es in edlem Leder, die feinen Armaturen sind mit Edelholz geziert. Das Einsteigen in den Fond wird durch die nach hinten zu öffnenden TĂŒren erleichtert.

Das synchronisierte Getriebe wird durch die leicht zu schaltende Lenkradschaltung angesteuert. Die hydraulisch betĂ€tigte Kupplung vermeidet beim Anfahren jegliches Ruckeln. GefĂ€lligkeit, Laufruhe und Ausgeglichenheit beim Fahren prĂ€gen den Komfort des Barockengels und lassen den jungen BMW Werbeslogan „Freude am Fahren“ bei einem Oldtimer lebendig werden.