AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Festival des historischen Motorsports


Die 45. Auflage des AvD-Oldtimer-Grand-Prix lockte vom 11. bis 13. August trotz des durchwachsenen Wetters ĂŒber 46.000 Zuschauer in die Eifel. Auch wenn die Regenspezialisten unter den Piloten zeitweise im Vorteil waren, boten die ĂŒber 500 Fahrzeuge in den 20 Rennen und GleichmĂ€ĂŸigkeitsprĂŒfungen (GLP) eine Zeitreise zurĂŒck in die Motorsport-Historie. Fahrzeugparaden, Ausfahrten und Demonstrationsrunden ergĂ€nzten das Programm. Von den ersten Motorsporttagen ĂŒber den Beginn der Formel 1 und die Langstrecken-Klassiker der 50er bis zu Sportwagen- und Formelrennen reichte die Palette der Rennen, unter denen erstmals auch zwei LĂ€ufe der „Tourenwagen Classics“ fĂŒr ehemalige DTM-Boliden waren. LĂ€ufe der drei FIA-Serien fĂŒr historische Formel-1-, Sportwagen- und Formel-Junior-Fahrzeuge unterstrichen auch diesmal den Status des AvD-Oldtimer-Grand-Prix.

Die Organisatoren zogen nach dieser 45. Auflage des AvD-Oldtimer-Grand-Prix ein ĂŒberaus positives Fazit. Die Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Schnauferl Club (ASC), sorgte fĂŒr ein exzellent besetztes Feld von Vorkriegsfahrzeugen. Von den Ă€ltesten Rennwagen des Wochenendes aus den Jahren 1908 und 1909 ĂŒber den Kompressor-Mercedes-Benz, mit dem Rudolf Caracciola vor 90 Jahren das Eröffnungsrennen des NĂŒrburgrings gewann, bis zum beeindruckenden BMW-Sportwagen „Großer Werkmeister“ aus der frĂŒhen Nachkriegszeit reichte hier die Palette der Fahrzeuge. Der Höhepunkt des Wochenendes war das Rennen der zweisitzigen Rennwagen und GTs bis 1960/61 am Samstagsabend: Nach der traditionellen VorfĂŒhrung des Le-Mans-Starts fĂŒhrte das Rennen die bildschönen Langstrecken-Rennwagen in die AbenddĂ€mmerung hinein. Im bestens gefĂŒllten Feld kĂ€mpften extrem seltene Modelle, wie Maserati 450S und Birdcage, Porsche 550 oder Alfa Romeo TZ2 um PlĂ€tze und Pokale. Einen besonderen Schwerpunkt gab es diesmal im Tourenwagensport.

Zahlreiche bestens bekannte ehemalige Rennfahrer besuchten den AvD-Oldtimer-Grand-Prix als Gast oder um selbst ins Volant zu greifen. Unter ihnen war etwa Ex-Formel-1-Star Ralf Schumacher, der als Markenbotschafter von Ravenol den vom Schmierstoffhersteller gestifteten Pokal im Rennen der FIA Masters Historic Formula One Championship ĂŒberreichte. Alleine sieben ehemalige DTM-Piloten stiegen im Rennen der Tourenwagen Classics ins Cockpit. Unter ihnen war auch Volker Strycek, erster Champion der legendĂ€ren Tourenwagen-Serie und heutige AvD-SportprĂ€sident.

Nicht nur in den Rennen waren an diesem Wochenende faszinierende historische Fahrzeuge zu sehen. Eine Reihe namhafter Hersteller nutzte die Veranstaltung, um ihre neuen und historischen Fahrzeuge zu zeigen. So gingen etwa zwei gut besetzte Paraden mit Fahrzeugen aus der Skoda-Markenhistorie auf die Strecke. Volvo prĂ€sentierte seine Produkte in einem glĂ€sernen Forum. Alfa Romeo unterstrich den sportlichen Anspruch mit einer Sonderwertung fĂŒr die Fahrzeuge der Marke in der AvD-Tourenwagen- und GT-TrophĂ€e und stellte in der Mercedes-Arena zahlreiche Fahrzeuge aus. Der grĂ¶ĂŸte Auftritt dort gehörte Porsche, wo sich auf 16.000 Quadratmetern Kunden und Besucher vom Spektrum der Klassik-Spezialisten aus Zuffenhausen ĂŒberzeugen konnten. Ebenfalls mit einem beeindruckenden Auftritt vertreten war Jaguar Land Rover: Die britische Marke begrĂŒĂŸte die Besucher mit einem Auftritt am EntrĂ©e des Fahrerlagers.