Schloß Bensberg Supersportscars Classic


Mit einem Großaufgebot an Sportwagen und PS-starken Boliden startete die „Schloß Bensberg Supersportscars Classic“ in ihre erste Runde. Mit 13 Marken waren die angesehensten Firmen dieses Segments vor der Kulisse des ehemaligen Jagdschlosses vertreten. Erstmals wurden aktuelle Hochleistungs-Automobile und historische Sportwagen gemeinsam prĂ€sentiert. Den Besuchern gefiel der Spannungsbogen zwischen Historie und Moderne.


Am Samstag startete – schon traditionell aufbauend auf die frĂŒheren Automobilveranstaltungen von Schloß Bensberg- die Rallye ins Bergische Land. Neu waren in diesem Jahr die modernen Vorab-Fahrzeuge. Ihnen folgten die Klassiker auf die ĂŒber 200 Kilometer lange Strecke. Beim Mittags-Stopp nutzten viele Zuschauer die Chance in Schloss Ehreshoven diesen ungewöhnlichen Fahrzeug-Tross zu bewundern. Der Innenhof des Wasserschlosses verwandelte sich in einen Luxus-Parkplatz. WĂ€hrend die einen Rallye-Teams gerade zur Mittagsrast einfuhren, hieß es fĂŒr die anderen schon Restart zur letzten Etappe. Im Innenhof von Schloß Bensberg wurde standesgemĂ€ĂŸ die Zieleinfahrt mit einem Glas Champagner belohnt.

Das Besondere an dem Schloss Bensberg Supersportscars Event ist die Hyper- und Supersportwagen PrĂ€sentation neuerer Fahrzeuge die jĂŒnger sind als 20 Jahre. Sie starteten auch zur Rallye, jedoch außerhalb der Wertung. FĂŒr Automobil-Liebhaber hatten die Konzerne, Spezialisten und Auto-Sammler unter der Regie der Magazine Autozeitung, ClassicCars und dem Schlosshotel Bensberg ein breites Angebot aufgefahren.

MacLaren, Lamborghini und Ferrari prĂ€sentierte seine SchĂ€tze im Garten des Schlosses im linken FlĂŒgel der Anlage. James Bond hĂ€tte seine Freude gehabt angesichts der großen Auswahl an möglichen Dienstwagen der Marke Aston Martin.

Bentley spannte den Bogen vom dynamisch luxuriösen Bentley R- Type, zu den heutigen Luxus-GefÀhrten wie den Bentley Continental Supersports mit 710 PS.

Um gegen die Supersport Elite seiner Zeit anzutreten, baute Jaguar einst den XJ220, ein Versuch das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug zu bauen. Die Besucher der SBSC durften eines der Exemplare bei Jaguar bestaunen. Immerhin erreichte der XJ220 eine Höchstgeschwindigkeit von 348,8 Km/h. Daneben auch der neue Jaguar F-Pace und der F-Type, mit Kompressorgeladenem V8 Aggregat.

Porsche-Experte Ruf glĂ€nzte mit einer eigenen Reihe an Show-Cars – darunter auch der Weltrekordwagen Yellowbird und der allererste Porsche 901, der auf dem Frankfurter Automobilsalon gezeigt wurde.
Die französische Marke Alpine stellte erstmals ihr neuestes Model in Deutschland der Öffentlichkeit vor. Daneben zeigten sie legendĂ€re VorgĂ€nger, wie die Renault Alpine A110 oder die Alpine A 310 V6.
Der Sonntag der „Schloß Bensberg Supersportscars Classic“ stand ganz im Zeichen des Concours. Traditionell wird durch eine Fachjury das Fahrzeug gewĂ€hlt, das den Geist der Veranstaltung am besten verkörpert. Eine Herausforderung fĂŒr die Jury. Auch die Zuschauer durften ihren Favoriten wĂ€hlen.

Unter den ausgestellten Fahrzeugen befanden sich einige echte Preziosen. Das Ferrari 250 GT „Boano Prototype“ CoupĂ©, Baujahr 1956, mit Pininfarina Karosserie wurde nur neun Mal gebaut. Einer der frĂŒhen Prototypen war das bei der SBSC gezeigte Exemplar. Auch wenn der Prototyp das Logo von Pininfarina trĂ€gt, wurde die Karosserie aus FertigungsgrĂŒnden bei Boano gebaut. Das Fahrzeug gehörte einst dem Racing Manager Paul Blancpain.

Neben dem Ferrari waren auch noch weitere Prototypen und EinzelstĂŒcke vor der Schlosskulisse zu sehen. Darunter auch der Jaguar Biondetti Special von 1950. Zwar ziert ein Jaguar Logo die Front des Fahrzeugs, aber Clemente Biondetti hatte sich fĂŒr die Rennteilnahme an Grand Prix und der Mille Miglia die Technik des Jaguar C-Types in das Chassis eines Ferraris eingebaut. Gleich daneben stand der in Bayern gefertigte DKW Thurner RSR, Baujahr 1971. Ein EinzelstĂŒck, aufgebaut auf der NSU 1200C Bodengruppe mit einer Kunststoff Karosserie. Der kleine FlĂŒgeltĂŒrer ist mit einem 80 PS starken NSU TT Reihenvierzylinder mit Einspritzanlage ausgestattet.

Ein reines Experiment und Prototypenfahrzeug war der Mercedes Benz C111 von 1970. Diese Prototypen wurden vor allem als Testfahrzeuge fĂŒr Kunststoffkarosserien, Turbolader, Wankelmotor und Dieselmotoren verwendet. Merdes Benz Classic hatte eines der Serie II Modelle zum Concours gebracht.

Der Ferrari Sbarro Tornado SB2 Prototyp wurde fĂŒr den Genfer Automobilsalon 2005 entworfen. Die bei Sbarro gestaltete futuristische Karosserie sitzt auf dem Chassis eines Ferrari 456 von 1994. Direkt daneben ein weiterer Prototyp, der Bizzarrini BZ 2001 von 1991. Auch hier diente ein Ferrari Chassis als Basis fĂŒr die formschönen Bizzarrini Karosserie. Dieses Fahrzeug konnte die Jury ĂŒberzeugen und so fuhr der Besitzer mit diesem EinzelstĂŒck in seiner Klasse auf den ersten Platz zur Preisverleihung.

Ältestes Fahrzeug im Feld war der Invicta 4.5 Liter von 1931. Sammler Peter N. Heydon brachte einen Alfa Romeo 6C 2500 von 1953 mit einer außergewöhnlichen Karosserie von Carrozzeria Garavini. Damit erhielt das formschöne Cabriolet den Siegerpreis in der Klasse Vorkriegsfahrzeuge.

NatĂŒrlich dĂŒrfen bei einem Concours fĂŒr Supersportwagen die echten Rennboliden nicht fehlen. Mehrfach am Tag leisteten sich die Ford GT40 Besitzer ein kleines hubraumstarkes Motorenkonzert, das die Besucher in Scharen anzog. 1964 ging eine Porsche Team mit einem Porsche 911 auf die Rallye Monte Carlo. Bei der SBSC war dieser Rallye Monte Carlo Porsche 911 Baujahr 1964 aus dem Porsche Museum zu bestaunen. Den Beinamen „Batmobile“ erhielt der BMW Alpina 3.0 CSL wegen seines ĂŒbergroßen Spoilers auf dem Heck des Rennboliden.

Die Fachjury wĂ€hlte den Porsche 356 „American Speedster“ von 1958, eine bewusste Reminiszenz an Porsche 356 Rennfahrzeug mit Drauz Karosserie, mit dem Joe Buzzetta 1961 unter anderem die amerikanische SCCA National Marlboro Championship gefahren ist.

Der Preis des Publikums ging an das Porsche 356 B Cabriolet mit Polizei Ausstattung, Baujahr 1961.